1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Absolventen der Polizeiakademie: Abschluss mit dem Mützenwurf

Erstellt:

Von: Jens Döll

Kommentare

Verabschiedung in der Swiss Life Hall in Hannover: Traditioneller Mützenwurf der rund 780 Absolventinnen und Absolventen.
Verabschiedung in der Swiss Life Hall in Hannover: Traditioneller Mützenwurf der rund 780 Absolventinnen und Absolventen. © Polizeiakademie Niedersachsen

Absolventen der Polizeiakademie in Hannover verabschiedet. Darunter waren auch Absolventen aus Hann. Münden. Die Polizeiakademie hat im Stadtteil Gimte ein Standort.

Hannover/Hann. Münden – Zahllose Schirmmützen flogen vor Kurzem durch die Swiss Life Hall in Hannover. Der traditionelle „Mützenwurf“ war der Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss des 17. Bachelorstudiengangs der Polizeiakademie Niedersachsen, die auch einen Standort in Hann. Münden im Ortsteil Gimte hat.

Hann. Münden: Absolventen in Hannover bei der Verabschiedung

Rund 780 Absolventen feierten, im Beisein von etwa 3200 Angehörigen und vielen Ehrengästen aus Politik, Gesellschaft und Polizei, den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums. Im Rahmen der Veranstaltung wurde den Studierenden nicht nur der akademische Grad eines „Bachelor of Arts“ verliehen, sondern darüber hinaus wurden sie auch zu Polizeikommissarinnen und -kommissaren ernannt.

„Zu Recht können Sie stolz auf sich und Ihre Leistung sein“. Mit diesen Worten an die jetzigen Polizeikommissare eröffnete der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Carsten Rose, seine Rede und ging mit den Absolventinnen und Absolventen gedanklich noch einmal zurück an ihren ersten Tag an der Akademie.

Mit der Ernennung und dem damit einhergehenden Einstieg in den Polizeidienst übernehmen die Absolventinnen und Absolventen eine wichtige Aufgabe für die Bevölkerung und das Gemeinwohl, so Rose.

Drei herausfordernde Jahre der Ausbildung liegen hinter den Absolventen

Dabei blicken die jetzigen Absolventen auf fast drei Jahre voller Herausforderungen zurück. Prüfungen mussten bestanden, Praktika absolviert werden. Doch auch die Pandemie hatte Einfluss auf das Studium. Von digitalem Theorieunterricht über kurzzeitige Streichungen von Praxistrainings zurück zum normalen Akademiealltag meisterten alle auch diese schwierige Zeit, heißt es in der Mitteilung der Akademie.

Der jetzige Schritt in den Polizeidienst wird nicht minder herausfordernd sein. „Wenn Sie im Dienst für unser Gemeinwohl eintreten, werden Sie leider nicht immer als Mensch in der Uniform wahrgenommen, sondern manchmal auch einfach nur als „die Polizei“. Aber auch in diesen Situationen bleiben Menschlichkeit, Empathie und das Gespräch auf Augenhöhe genau das, was Sie weiterbringt“, sagte Carsten Rose.

Stellvertretend für die Studierenden berichteten Joelle Menz und Sebastian Schüssler über die besonderen Erfahrungen während ihres Studiums. „Heute verlasse ich diese Halle mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagte Joelle Menz und blickte in die Augen ihrer Mitabsolventinnen und –absolventen. „Wieso weinend? Nach dem heutigen Tage werden wir uns nicht mehr jeden Tag sehen, gemeinsam lernen oder uns stets bei allem was wir tun gegenseitig motivieren. Warum lachend? Weil wir es geschafft haben, wir haben gemeinsam mit Fleiß und Ehrgeiz die drei Jahre hinter uns gebracht“, sagte die Absolventin.

Mützenwurf und Singen der Nationalhymne zum Abschluss in Hannover

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagte: „Es freut mich sehr, in diesem Jahr wieder so viele Absolventinnen und Absolventen im Team der Polizei Niedersachsen begrüßen zu dürfen. Das Studium an der Polizeiakademie ist schon für sich genommen eine Herausforderung, aber Sie mussten neben dem Studium auch noch die besonderen Umständen einer Pandemie bewältigen. Sie alle haben dabei in den vergangenen Jahren Disziplin und Durchhaltevermögen bewiesen.“

Die Veranstaltung endete mit der Nationalhymne und dem traditionellen „Mützenwurf“ der Absolventinnen und Absolventen. Musikalisch wurde die Veranstaltung durch das Polizeiorchester Niedersachsen unter der Leitung von Thomas Boger begleitet. (Jens Döll)

Auch interessant

Kommentare