Wanderausstellung des Niedersächsischen Verfassungsschutzes

Polizeiakademie zeigt: „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“

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Ausstellungseröffnung: Frank Ziemann führte am Mittwoch die erste Gruppe durch die Ausstellung. Mit dabei waren Gerd Reddig, Schulleiter der BBS, Dr. Frank Müller-Baete, Schulleiter der Werra-Realschule, Dr. Heike Matthias-Ripke, Studiengebietsleiterin an der Polizeiakademie, Carsten Rose, Abteilungsdirektor der Polizeiakademie Niedersachsen, Horst Lahmann und Wolfgang Freter, beide vom Verfassungsschutz, sowie Jörg Henne, Studienortverantwortlicher der Polizeiakademie in Hann. Münden.

Hann. Münden. „Rechtsextremismus erschreckt, durch sein menschenverachtendes Weltbild, seine Ansichten und Gewalttaten", Carsten Rose, Abteilungsdirektor der Polizeiakademie Niedersachsen begrüßte am Mittwochnachmittag die Gäste der Ausstellungseröffnung „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus" in der Polizei-Akademie Niedersachsen in Hann. Münden.

Die neu konzipierte Wanderausstellung des Niedersächsischen Verfassungsschutzes wird bis zum 13. März in der Polizeiakademie zu sehen sein. Die Ausstellung richtet sich an Studierende der Polizeiakademie Niedersachsen und an Schulklassen der weiterführenden Schulen in Hann. Münden. Es haben sich bereits Klassen der Berufsbildenden Schulen und der beiden Mündener Realschulen für Führungen angemeldet.

Wolfgang Freter, Referatsleiter Rechtsextremismus und Prävention im Niedersächsischen Verfassungsschutz,beschrieb, wie der parteigebundene Rechtsextremismus rückläufig sei, die Szene agiere immer aktionsbezogener. „Die rechtsextremistische Szene verbreitet ihre fremdenfeindlichen Botschaften heute vorrangig über moderne Medien wie das Internet und richtet sich vor allem an Jugendliche. Dabei wird menschenfeindliches Gedankengut oft unterschwellig weitergegeben“, so Freter.

Der unmittelbare Kontakt sei durch das Internet und soziale Netzwerke erleichtert worden. Das aber erschwere gleichzeitig die Arbeit der Sicherheitsbehörden, erklärte Freter. Dies bestätigte auch Carsten Rose: „Lebten Rechtsextremisten noch vor einigen Jahren sehr plakativ und waren mit Springerstiefeln und durch ihr Auftreten schnell als solche zu erkennen, geben sie sich heute bürgernah und sind auf den ersten Blick oft schwer der rechten Szene zuzuordnen.“

Beide betonten, dass nur durch Aufklärung verhindert werden könne, dass junge Menschen sich von extremistischen Szenen angezogen fühlen. „Daher ist es wichtig, dass Jugendliche bereits frühzeitig über den Rechtsextremismus und seine Gefahren informiert werden, zumal der Einstieg meist auf eine vermeintlich harmlose Art und Weise erfolgt“, betont Wolfgang Freter. Das Internet und die emotionale Wirkung von Musik würden verstärkt genutzt, um Jugendliche an die rechtsextremistische Szene zu binden, so der Referatsleiter.

„Extremismus und Terrorismus sind seit Jahren fester Bestandteil des Studiums der Anwärterinnen und Anwärter des Polizeivollzugsdienstes", sagt Carsten Rose, "aber auch die schulische und außerschulische Bildung bildet einen Schwerpunkt bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus. Daher freue ich mich ganz besonders, dass wir diese Wanderausstellung auch den örtlichen Schulen zugänglich machen und damit die schulische Bildungsarbeit in diesem Themenfeld praktisch anreichern können.“ (zwh)

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