377 Fälle im Vorjahr von Staufenberg bis Nienburg

Gewalt gegen Polizisten der Polizeidirektion Göttingen auf hohem Niveau

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Landkreis Göttingen. Gewalt gegen Polizeibeamte nimmt zu. Die Polizeidirektion Göttingen meldet für das vergangene Jahr 377 Fälle. Besonders die Zahl der Körperverletzungen stieg an.

Die Polizeidirektion ist von Staufenberg im Süden Niedersachsens bis nach Hildesheim und Nienburg zuständig. Zu den Vorfällen zählen neben Körperverletzungen auch Delikte aus den Bereichen Widerstand, Bedrohung und Nötigung, wie die Sprecherin der Polizeidirektion Göttingen (PD) Julia Huhnold mitteilt.

Im Jahr 2016 sind laut Polizeistatistik 374 Fälle gemeldet worden. Damit, so Huhnold, stagniere die Anzahl auf einem hohen Niveau. In den Gewalthandlungen gegen Polizisten stecken auch Körperverletzungen, die von 133 Fällen im Jahr 2016 auf 148 im vergangenen Jahr gestiegen sind. 27 Polizisten waren wegen Gewalteinwirkung „zumindest zeitweise nicht dienstfähig“. In der Stadt und dem Altkreis Göttingen waren die Zahlen leicht zurückgegangen (von 130 auf 124), aber auch hier spricht die Polizei von einem hohen Niveau.

Gewerkschaft fordert konsequentere Ahndung durch Gerichte

Der erneute Anstieg der Gewalt gegen Polizisten in Niedersachsen sei „absolut besorgniserregend“, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Jörg Mildahn.

Die GdP fordert, dass der neue Straftatbestand (Paragraf 114 StGB), „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“, seitens der Gerichte konsequent angewandt wird. Darüber hinaus erneuert die Gewerkschaft der Polizei ihre Forderung, dass zum Beispiel in Schulen und Vereinen „frühzeitig und noch intensiver respektvoller Umgang vermittelt wird“.

Dass die Kriminalität in Niedersachsen insgesamt zurückgegangen sei, zeuge von der guten Arbeit der Polizei, ergänzt der Gewerkschafter. Insbesondere der Rückgang bei den Einbruchdiebstählen sei Ergebnis von erfolgreicher Präventions- und Aufklärungsarbeit.

Mildahn: „Die Menschen schützen sich besser und nutzen auch staatliche Zuschüsse zur Sicherung ihrer Häuser und Wohnungen.“ 

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