Ärzte warnen vor der Grippe

Praxen im Raum Hann. Münden bereit für Impfungen gegen Corona und Influenza

Grippeimpfung in Arm
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Grippeimpfung in Arm. (Symbolbild)

Dieses Jahr könnte die Grippe mit voller Wucht kommen. Viele Praxen im Altkreis Münden bieten Impfungen an. Auch gegen Corona wird dort geimpft.

Hann. Münden – Nach Schließung der Impfzentren fällt nun vor allem den niedergelassenen Ärzten die Aufgabe zu, gegen das Coronavirus zu impfen. Und die große Mehrheit der Praxen sei darauf auch gut vorbereitet und stehe bereit, sagt Dr. Achim Echtermeyer, Allgemeinmediziner in Scheden und Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Kreisstelle Hann. Münden.

Corona-Virus: Impfungen bei vielen Ärzten möglich

Es sei ausreichend Impfstoff vorhanden und innerhalb von ein bis drei Tagen könne jeder Patient einen Impftermin erhalten. Um keinen Impfstoff zu verschwenden, achteten die Praxen aber darauf, Patientengruppen von sechs bis sieben Personen zu bilden. Deshalb sei auch eine Anmeldung notwendig. Zugleich weist er aber auch darauf hin, dass es sein könne, dass eine Praxis keine Impfungen anbiete. „Das ist jedem Arzt selbst überlassen“, sagt Echtermeyer. Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gilt, dass sie und die Eltern beziehungsweise ein Elternteil mit der Impfung einverstanden sein müssen. „Wenn ein Kind sagt, ich will das nicht, wird das auch respektiert“, sagt Echtermeyer.

Aber nicht nur vom Coronavirus gehe in diesem Herbst und Winter eine besondere Gefahr aus, sondern auch von der Grippe. Echtermeyer rät deshalb dazu, sich gegen die Influenza impfen zu lassen. Auch die zeitgleiche Impfung gegen Corona und Grippe sei möglich.

2021: Viele Menschen nicht gegen Grippeviren immunisiert

Durch die Corona-Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln sei im vergangenen Jahr eine Grippewelle ausgeblieben. Viele Menschen hätten sich nicht gegen Grippeviren immunisiert. Die Gefahr, an einer Grippe zu erkranken, sei in diesem Jahr besonders hoch. Zudem änderten sich die Viren jedes Jahr.

„Insbesondere chronisch Kranke, Menschen ab 60 Jahre sowie Schwangere sollten sich impfen lassen, da bei diesen Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Erkrankung schwerwiegende Folgen hat“, heißt es auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Grippeimpfung soll vorzugsweise ab Oktober bis Mitte Dezember stattfinden, heißt es dort weiter. (Ekkehard Maaß)

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