Projekt in Hann. Münden

Frauen ein Gesicht geben: Projekt „Interfeminas“ stellt in Hann. Münden Kalender vor

Interfeminas-Projekt: Marcel Riethig (von links), Karina Badura, Antje Scholz, und Ines Albrecht-Engel sind von dem Kalender der Begegnungen begeistert.
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Interfeminas-Projekt: Marcel Riethig (von links), Karina Badura, Antje Scholz, und Ines Albrecht-Engel sind von dem Kalender der Begegnungen begeistert.

Das Interfeminas-Projekt in Hann. Münden stellt Frauenleben aus verschiedenen Perspektiven und Kulturen in der Stadt vor. Eine Ausstellung gab es bereits. Nun wurden ausgewählte Bilder in einen Kalender integriert. Der Erlös wird gespendet.

Hann. Münden – „Interfeminas – Begegnungen im Quartier“ ist der Titel eines Kalenders des Vereins Bürgertreff mit Unterstützung der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) Südniedersachsen, der Frauen aus dem Begegnungszentrum in Neumünden und dem Bürgertreff im Altstadtquartier zeigt. Begleitend zum Kalender ist eine Ausstellung entstanden.

Hann. Münden: Kalender zeigt Frauenleben

An diesem Kalender haben Frauen vieler Generationen, mit und ohne Migrationshintergrund mitgewirkt. Unter Anleitung von Antje Scholz Projektleiterin und Ines Albrecht-Engel vom Bürgertreff, Karina Badura, Koordinatorin im Neumündener Begegnungszentrum im Haus der Nationen sowie der Fotografin Esther Niederhammer haben die Frauen aus 2900 Fotos den Kalender und die Ausstellung aus Fotografien verschiedener Lebenssituationen und -szenen zusammen getragen. Alle Fotos sind in und um Hann. Münden entstanden.

Kalender von Mündener Frauen gibt es kostenfrei - Spende erbeten

In einer Auflage von 1000 Exemplaren werden die Kalender kostenfrei abgegeben. Über eine Spende, von etwa zehn Euro, gerne auch mehr würden sich Organisatoren und die Interfeminas-Frauen freuen. Die Spenden gehen dann an den Verein „Rock for Tolerance“, zweckgebunden für die vom Großbrand in der Rosenstraße betroffenen Menschen. Finanziert wurde der Kalender zu 80 Prozent vom Landesamt und 20 Prozent vom Landkreis Göttingen.

Bilder, die Integration zeigen. Das sind ein paar der Motive in der Ausstellung.

„Zu Beginn haben wir einfach drauf los fotografiert“, berichtet Antje Scholz. Doch dann habe man gemerkt, dass so nicht die schönsten Fotos entstanden seien. So haben sich die Organisatorinnen und die Frauen zusammen gesetzt, die Fotos begutachtet und in einem kleinen Fotoworkshop die wichtigsten Grundkenntnisse der Fotografie gelernt. Entstanden sind eine Ausstellung und ein Kalender mit Fotos von Frauen in verschiedenen Situationen. Obwohl vermutlich die meisten Fotos gestellt sind, wirken sie sehr natürlich, es sind Situationen und Begegnungen aus dem täglichen Leben gegriffen. So unter anderem Frauen verschiedener Nationalitäten die ein Baby betrachten.

„Es ist schön, dass die Frauen etwas Nachhaltiges geschaffen haben“

Ergänzend zu den Kalenderbildern ist für jeden Monat ein Zitat dabei, das aussagt, was für die Frauen Begegnung bedeutet wie beispielsweise „In Begegnungen werden wir uns unserer selbst bewusst“. Parallel zu der Ausstellung und dem Kalender soll noch ein Video entstehen. Kreisrat Marcel Riethig, Dezernent für Jugend, Bildung, Arbeit, Soziales und Kultur bezeichnet es als bemerkenswert, dass unter den Corona-Auflagen so ein Projekt zustande gekommen ist.

„Es ist schön, dass die Frauen etwas Nachhaltiges geschaffen haben“. Man erkenne auf den Bildern deutlich, dass die Frauen einander zugewandt sind. Antje Scholz betonte, dass es wichtig gewesen sei, das „wir im Quartier“ zu stärken. Und Ines Albrecht-Engel sieht darin, dass Frauen mit und ohne Migrationshintergrund ein Gesicht bekommen haben und sich generationsübergreifend vernetzt haben. „Interfeminas ist ein Miteinander der Quartiere, wo man sich generationsübergreifend vernetzt“, ergänzt Karina Badura. (Petra Siebert)

Service:

Erhältlich sind die Kalender ab Anfang Dezember in zahlreichen Mündener Geschäften, können aber auch per E-Mail unter hmue-buergertreff-ev@t-online.de oder badura@gab-suedniedersachsen.de angefordert werden.

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