Kunstprojekt: Badewanne wird zum Traktor

Stolz auf das Projekt: Erik, Dominik, Noah und David (vorne von links) zusammen mit Nortrud Riemann (Dorfmoderatorin), Iris Speck, Achim Block, Ines Albrecht-Engel, Dr. Manfred Albrecht, Jürgen Körtge (alle Spendenparlament), Ortsbürgermeister Alfred Urhahn, Marika Wedekind, Kristian Marx und Dirk Wedekind (hinten von links). Foto: Siebert

Hemeln. In Hemeln hat eine Projektgruppe mit Jugendlichen aus Schrott eine Traktor-Skulptur geschmiedet. Ihr Name: H.D. Hemeldog.

Hans Dieter (H.D.) Hemeldog wird in Zukunft einen der Ortseingänge von Hemeln zieren. Die Treckerskulptur aus Altmetall ist beim Dorfprojekt „Soziales Miteinander“ entstanden. Liebevoll nennen es die Beteiligten „Schrottprojekt“, dabei stellt es einen künstlerisch geschmiedeten Traktor aus Metallteilen dar.

In rund 100 Arbeitsstunden ist das Kunstwerk aus einer alten Badewanne, einem Kartoffelroder und einem Pflugvorderteil entstanden. Die Projektgruppe mit Jugendlichen aus dem Ort hat zudem aus Baustahl das Lenkrad geschmiedet, den Schriftzug Hemeldog kreiert, einen Kühlergrill selbst geschweißt und viele kleine Details angebracht.

Im Rahmen des lebendigen Adventskalenders am Dienstag, 23. Dezember, um 18 Uhr, möchte die Projektgruppe „Soziales Miteinander“ H.D. Hemeldog in der Schmiede zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentieren. Der Name Hemeldog ist in Anlehnung an den Lanz Bulldog entstanden, der die Herzen jedes Landwirtes höher schlagen lässt.

Unter Mithilfe von Ines Speck und Kristian Marx aus der Hemelner Schmiede haben Dominik (13), Noah (15), Erik (14) und David (13), Jugendliche des Ortes und der Wohngruppe Krone, mit den beiden Fachleuten und Dieter Naujoks den Eisenschrott-Traktor gebaut. „Die waren richtig gut die Jungs“, berichtete Kristian Marx. „Sie haben geschweißt, geschliffen, geflext und geschmiedet, und haben viele gute eigene Vorschläge eingebracht, die verwirklicht worden sind“.

So wurde die Idee der beiden Projektverantwortlichen (Dorfmoderatorin Nortrud Riemann und Marika Wedekind, Vorsitzende der Jungen Landfrauen), Hingucker für die Ortseingänge aus Schrott gemeinsam und generationsübergreifend zu gestalten, bestens umgesetzt. Und den vier Jungs hat es viel Freude bereitet. „Ich habe mich hier bei Iris und Kristian immer voll wohl gefühlt“, erzählte Noah. „Ich hätte nie gedacht hätte, dass es einen Traktor ohne Technik und Hydraulik geben würde“, meinte Erik.

Spenden fürs Projekt 

Das alles war nur möglich mit Spenden, da bei der Bearbeitung einiges an Trenn- und Schrubscheiben, Schweiß- und Schmiedeutensilien verbraucht wurde. Vom Spendenparlament kamen 1000 Euro, der Freundschaftsclub Lindenbrüder gab eine Finanzspritze und die Kollekte von dem Adventsgottesdienst, den die Jungen Landfrauen organisiert hatten, floss ebenfalls in das Projekt.

Außerdem spendeten mehrere Hemelner Altmetall und Vereine stellten für die Transportfahrten Anhänger und Pkw zur Verfügung.

Ab Mai am Ortseingang 

Voraussichtlich im Mai wird H. D. Hemeldog aufgestellt. Bis dahin stehen noch einige Arbeiten an. Auch ist noch unklar, ob das Kunstwerk mit Farbe bearbeitet werden oder seine Rostoptik behalten soll. (zpy)

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