Anstieg der Verkehrsunfälle im Altkreis Münden: 20 Prozent sind Wildunfälle

Hann. Münden/Staufenberg/Dransfeld. Bedenklich nennt die Polizei den Anstieg der Verkehrsunfälle im Altkreis Münden im vorigen Jahr. 20 Prozent sind Wildunfälle.

Die Polizei Hann. Münden bezeichnet den Gesamtanstieg der Unfallzahlen im Altkreis als bedenklich. Die Zahl der Unfälle ist 2015 im Vergleich zum Jahr zuvor um circa zehn Prozent gestiegen. 1020 Verkehrsunfälle wurden in Hann. Münden, der Samtgemeinde Dransfeld und der Gemeinde Staufenberg registriert. Hier einige Einzelbetrachtungen:

Wildunfälle 

Das hohe Niveau der Wildunfälle hat auch in diesem Jahr nochmal eine kleine Steigerung erfahren. 207 Unfälle schlagen zu Buche, 2014 waren es 201. Demnach sind immerhin ungefähr 20 Prozent der Gesamtunfälle der hiesigen waldreichen Gegend geschuldet.

Motorradunfälle

Mit neun von 36 verletzten Verkehrsteilnehmern nimmt der Anteil der Zweiradfahrer fast 25 Prozent der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen ein. Auch 2014 wurden neun Kradfahrer verletzt. Unter den zwei tötlich verletzten Unfallopfern ist wie 2014 ein getöteter Motorradfahrer zu beklagen. Insgesamt waren 45 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Bikern aufzunehmen.

Trunkenheitsunfälle 

Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss blieb 2015 konstant niedrig. Wie im Jahr zuvor waren es zehn Fälle. Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln spielen laut Mündener Polizei nur eine untergeordnete Rolle. Zwei Fälle wurden registriert, 2014 war es einer.

Dies gilt jedoch laut Polizei nicht für sogenannte folgenlose Fahrten unter Alkohol; 39 wurden bekannt, 2014 waren es 29 und unter Drogen 20 (14). „Der hier aufgebaute Kontrolldruck zeigt deutlich, dass das Phänomen auch in Hann. Münden präsent ist und weiter konsequent durch Verkehrskontrollen bekämpft wird“, so die Polizei.

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