Nach Umbau

Psychiatrisches Pflegezentrum Werrablick in Hann. Münden mit Festakt wiedereröffnet

Der Altbau des Psychiatrischen Pflegezentrums Werrablick erstrahlt jetzt in neuem Glanz. In den kommenden beiden Jahren soll nun auch der Anbau (links im Bild) umfassend saniert werden.
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Der Altbau des Psychiatrischen Pflegezentrums Werrablick erstrahlt jetzt in neuem Glanz. In den kommenden beiden Jahren soll nun auch der Anbau (links im Bild) umfassend saniert werden.

Mit einem kleinen Festakt wurde am Mittwoch (11.08.2021) im Psychiatrischen Pflegezentrum Werrablick in Oberode die Wiedereröffnung des aufwendig sanierten Altbaus gefeiert.

Oberode – Mit einem kleinen Festakt wurde am Mittwoch (11.08.2021) im Psychiatrischen Pflegezentrum Werrablick (ehemals Haus der Heimat) in Oberode die Wiedereröffnung des aufwendig sanierten Altbaus gefeiert.

Zahlreiche Gäste waren bei Eröffnung anwesend

Zahlreiche Gäste (darunter der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler und Mündens Bürgermeister Harald Wegener) waren gekommen, um sich bei mehreren Führungen einen Eindruck vom neu gewonnen Glanz des 1904 erbauten Gebäudes zu machen. „Ein Haus ist viel mehr als nur ein Haus: Es ist auch Heimat“, betonte Pastorin Gunda Hansen von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hedemünden-Oberode, die damit den Bogen zum alten Namen der Einrichtung schlug. Besonders solchen Menschen, die ansonsten Schwierigkeiten hätten, eine Heimat zu finden, sei es wichtig, ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. „Und das ist in diesem Haus jetzt definitiv möglich“, lobte die Pastorin.

„Der Personenkreis psychiatrisch behinderter Menschen wurde in meinen Augen bislang viel zu stiefmütterlich behandelt“, sagte Eigentümer und Betreiber Hans-Joachim Schneider, der das Zentrum vor drei Jahren aus der Insolvenz heraus gekauft hatte. Aus diesem Grund sei es ihm „ein echtes Bedürfnis“ gewesen, im Psychiatrischen Pflegezentrum Werrablick die Bedürfnisse dieser Menschen in den Vordergrund zu stellen. Als ein Beispiel nannte er den Umstand, dass jetzt jedes Zimmer über eine eigene Nasszelle verfüge.

9,5 Millionen Euro kostete die Sanierung des Haus Werrablicks

Während der Sanierung, die zwei Jahre dauerte und die mit rund 9,5 Millionen Euro zu Buche schlug – davon 250 000 Euro für die Innenausstattung – , wurde das Gebäude komplett entkernt und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Das Dach wurde erneuert, der Brandschutz und die Haustechnik modernisiert, eine neue Wäscherei und Küche eingebaut sowie Fenster und Türen erneuert. Es gibt jetzt 18 Einzel- und acht Doppelzimmer mit barrierefreiem Zugang zum jeweils angeschlossenen Badezimmer.

Der Altbau bietet somit Platz für 34 Patienten. In den kommenden beiden Jahren soll nun auch der inzwischen 15 Jahre alte Anbau Etage für Etage saniert werden. „Nach dem kompletten Umbau werden wir 111 Pflegeplätze mit offenem, aber auch mit geschlossenem Bereich bieten“, sagte Hans-Joachim Schneider.

„Weil das Haus unter Denkmalschutz steht, waren intensive Gespräche nötig“

Sein Dank ging schon jetzt an alle an der Sanierung Beteiligten, besonders aber an die Mitarbeiter und Bewohner der Pflegeeinrichtung, die über einen langen Zeitraum klaglos baubedingte Einschränkungen hingenommen hätten. Schneider dankte aber auch den beteiligten Behörden. „Weil das Haus unter Denkmalschutz steht, waren intensive Gespräche nötig, um die Pläne so umsetzen zu können, dass wir den Bedürfnissen der Bewohner gerecht werden“, so der Betreiber. Bei diesen Gesprächen sei am Ende aber immer eine zufriedenstellende Lösung gefunden worden. (Per Schröter)

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