Nach Diskussion auf Facebook: Radaranlage darf bei Landwehrhagen stehen

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Grauer Kasten mit Schlitz: An der Landesstraße am Ortsausgang von Landwehrhagen nach Sandershausen steht vor der Rechtskurve die Radaranlage. Kontrolliert wird aber nach Auskunft des Landkreises aber nicht die Einhaltung von Tempo 30, sondern von Tempo 50. Das Schild steht einige Meter davor in Richtung Landwehrhagen. Foto: Frankfurth

Landwehrhagen. Darf eine Radaranlage so nah am Ortsausgang stehen? Darüber hatten Nutzer bei Facebook diskutiert. Denn am Ortsausgang von Landwehrhagen werden Verkehrsteilnehmer geblitzt.

Das bestätigte auf Nachfrage der HNA die stellvertretende Pressesprecherin des Landkreises Göttingen, Andrea Riedel-Elsner. In einer Ausbuchtung kurz vor der scharfen Rechtskurve Richtung Sandershausen steht ein Kasten mit einem rechteckigen Schlitz, in dem sich das Messgerät befindet.

Auf Facebook hatten Autofahrer das Thema angesprochen und die Frage aufgeworfen, ob es nach der Straßenverkehrsordnung zulässig sei, acht Meter hinter einem Verkehrsschild - in diesem Fall Tempo 30 - eine Radaranlage zu postieren. Dazu sagt die Landkreis-Sprecherin, es gebe in dem Erlass für gesetzlichen Mindestabstand Ausnahmeregelungen. Und von dieser Ausnahmeregelung habe die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Gebrauch gemacht. Bei einem Geschwindigkeitstrichter - erst Tempo 50, dann Tempo 30 - könne ein Radargerät kurz hinter dem letzten Schild aufgestellt werden. Genau diesen Trichter habe man am Ortsausgang von Landwehrhagen nach Sandershausen. Es handele sich um kein Punktmessgerät, sondern um eine Lasergerät, betont Riedel-Elsner. Das bedeutet, die Anlage blitze dann, wenn jemand schneller als Tempo 50 fährt. Tempo 30 werde nicht kontrolliert, das ginge an der Stelle nur mit einem Punktmessgerät.

Zur Begründung, warum die Tempokontrolle stattfindet, verweist die Landkreis-Sprecherin auf das Protokoll aus dem Jahr 2014 der Verkehrsunfallkommission sowie aktuelle Erkenntnisse aus Geschwindigkeitsmessungen. (kri)

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