Verschmelzungsstichtag ist im Januar

Rat segnet Sparkassenehe einstimmig ab - Banken in Hann. Münden und Göttingen fusionieren

Fusioniert mit der Sparkasse Göttingen: die Kreis- und Stadtsparkasse Hann. Münden.
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Fusioniert mit der Sparkasse Göttingen: die Kreis- und Stadtsparkasse Hann. Münden.

Es gibt eine neue Sparkassen-Ehe. Die Banken in Hann. Münden und Göttingen fusionieren im Juli. Das hat der Rat einstimmig abgesegnet.

Hann. Münden – Einstimmig segnete der Stadtrat von Hann. Münden in seiner Sitzung im Rittersaal des Welfenschlosses die Zusammenlegung der Kreis- und Stadtsparkasse Münden mit der Sparkasse Göttingen zum 1. Juli 2020 ab. Verschmelzungsstichtag ist rückwirkend der 1. Januar 2020.

Wegen der Coronakrise verzichteten die Mitglieder des Stadtrates auf eine Diskussion, die Fraktionen der SPD und der CDU machten aber im Vorfeld der Sitzung noch einmal in Presseerklärungen deutlich, dass sie das Zusammengehen beider Häuser begrüßen. Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Dr. Joachim Atzert, betonte: „Um im Wettbewerb bestehen und diesen aktiv gestalten zu können, ist eine ausreichende Betriebsgröße zwingend notwendig.“

Damit machte er deutlich, dass die kleine Sparkasse Münden mit einer Bilanzsumme von rund 425 Millionen Euro und 125 Mitarbeitern gegenüber der Sparkasse Göttingen mit 3,6 Milliarden Euro und 600 Mitarbeitern längst nicht die Leistungskraft hat wie die große Schwester aus der Uni-Stadt. Entscheidend für Atzert ist unter anderem, dass es keine Kündigungen geben wird und dass das Leistungsangebot für Münden und Umgebung sogar ausgeweitet wird.

Außerdem würden die Vereine und ehrenamtlichen Tätigkeiten mindestens im bisherigen Umfang unterstützt. Als einen Gewinn für die Region bezeichnet CDU-Fraktionsvorsitzender Ulrich Reichel das Zusammengehen beider Institute.

Er sieht insbesondere positive Marktchancen, weil Hann. Münden ein wesentlicher Baustein in der Wachstumsstrategie der Sparkasse sein werde. Die Trägeranteile der Stadt- und Kreissparkasse Münden würden auf den Landkreis Göttingen übertragen, „der somit zukünftig die Trägeraufgabe gesamthaft wahrnehmen“ werde. Positiv bewertete er auch, dass die Gewerbesteueraufteilung angemessen erfolgen solle und der Regionalbeirat die neue Sparkasse mindestens bis zum Jahre 2026 begleiten werde.

Reichel: „Aus dem Zusammenschluss wird eine nachhaltig stärkere Sparkasse mit verbesserter Qualität entstehen.“

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