Nach dem Frost

Buckelpisten im Visier: Behörden in Raum Hann. Münden erfassen derzeit die Frostschäden

Frost führt zu Straßenschäden. Vielerorts tun sich im Altkreis Münden Schlaglöcher auf – wie auf diesem Bild auf der Mitscherlichstraße neben der Schule am Botanischen Garten mit Blick zum Grotefend Gymnasium.
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Frost führt zu Straßenschäden. Vielerorts tun sich im Altkreis Münden Schlaglöcher auf – wie auf diesem Bild auf der Mitscherlichstraße neben der Schule am Botanischen Garten mit Blick zum Grotefend Gymnasium.

Frost und Straßenbelag vertragen sich oft nicht gut. Nach dem jüngsten Wintereinbruch erfassen die Behörden im Altkreis Münden nun die Schäden. Die Arbeiten beginnen wohl erst im Frühjahr.

Altkreis Münden – Der strenge und anhaltende Frost vor Kurzem führte zu beschädigten Straßen. Die Kommunen im Altkreis Münden, der Landkreis Göttingen und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) begutachten die Schäden im Altkreis momentan.

Genauer Überblick erst im Frühjahr

Bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim sei bekannt, dass die Bundesstraße 496 zwischen Lutterberg und Hann. Münden, die Landesstraße 533 in der Ortsdurchfahrt Benterode (sie soll ohnehin in diesem Jahr saniert werden) und die Landesstraße 559 bei Jühnde beschädigt seien, heißt es von Holger Schlumbohm. Es könnten aber noch weitere hinzukommen, da weiter mit Frost zu rechnen sei.

„Ein genauer Überblick über den Zustand der Straßen kann folglich erst im Frühjahr nach dem Frost erfolgen, sodass erst dann über erforderliche, größere Fahrbahnsanierungen entschieden werden wird. Gleichwohl werde seitens der Straßenmeisterei Göttingen alles unternommen, ein Befahren der Straßen weiterhin zu ermöglichen“, teilte die Behörde weiter mit.

„Momentan arbeiten wir mit Kaltmischgut, das in die Löcher verfüllt wird“, berichtet Annett Hahn, Leiterin der Straßenmeisterei Göttingen. Für einen Heißeinbau seien die Temperaturen nicht stabil genug, man rechne sowieso noch einmal mit Frost. Die Arbeit beschränke sich erst einmal auf Flickwert, großflächige Sanierungen müssten dann Firmen vornehmen, so Hahn weiter. Für die Bundes- und Landesstraßen im Landkreis Göttingen ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim beziehungsweise in Goslar zuständig.

Staufenberg: Mehr Schäden als im Vorjahr

In der Gemeinde Staufenberg seien die Straßenschäden laut Stefan Müller vom Gemeindeservice „so wie man es erwarten kann“. Dass der Straßenbelag aufplatze, sei nach einem solchen Wintereinbruch „nichts Ungewöhnliches“.

Natürlich seien die Schäden auf den Gemeindestraßen schlimmer als in den Vorjahren, allerdings habe es da auch nicht einen so harten Frosteinbruch gegeben. Momentan werden laut Müller die Schäden aufgenommen, im Frühling und Sommer werden diese dann behoben. Ihm sei bekannt, dass zum Beispiel in Dahlheim die Escheröder Straße, die Hochstraße und der Amselweg in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Wir fahren alle vier Wochen die Straßen im Gemeindegebiet ab, um diese zu kontrollieren“, so Müller.

Hann. Münden: Schäden werden erfasst

Auch in der Stadt Hann. Müden seien die Kommunalen Dienste (KD) gerade dabei, die Schäden aufzunehmen. „Es kann zu diesem Zeitpunkt abschließend noch keine Aussage über das Ausmaß der Straßenschäden gegeben werden“, heißt es von der Stadt. Sichtbar sind Schlaglöcher auf der Veckerhäger Straße nahe der Pionierbrücke und am Vogelsang im Bereich der Feuerwehr.

Ähnlich ist die Lage in der Samtgemeinde Dransfeld. Dirk Aue, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes, berichtet, dass auch dort die Aufnahme der Frostschäden läuft. „Wir rechnen aber in der nächsten Zeit mit weiteren Frostnächten, sodass wir mit der Behebung von Schäden noch warten.“

Löcher in der Asphaltdecke, die so gravierend seien, dass sie sofort verfüllt werden müssten, seien Aue noch nicht bekannt. Kleinere Schäden werden in der kommenden Zeit ausgebessert, größere werden dann von Fachfirmen repariert. „Wir gegen da konservativ vor und warten noch etwas ab“, sagt Aue abschließend.

Der Landkreis Göttingen, der für die Kreisstraßen zuständig ist, teilte mit, dass frühestens Ende März genaue Aussagen über die Frostschäden an den Straßen und die erforderlichen Arbeiten gemacht werden können. (Jens Döll)

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