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Coronafälle belasten Arzt-Praxen im Raum Hann. Münden

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Kein Geld mehr für die Hausärzte: Allgemeinmediziner erhielten bislang für PCR-Abstriche einen Zuschuss vom Bund. Seit Anfang April ist das nicht mehr so.
Arztpraxen im Raum Hann. Münden massiv von Corona belastet. Aber die Versorgung sie noch gesichert. (Symbolbild) © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Patientenversorgung im Altkreis Münden ist weiterhin gesichert. Coronafälle belasten die Praxen aber massiv. Vor allem der hohe Krankenstand ist ein Problem.

Hann. Münden – Corona setzt die Hausarztpraxen unter Druck. Das Infektionsgeschehen führt auch dort zu spürbaren Personalengpässen. „Die Belastung ist sehr ordentlich, aber die Versorgung ist gesichert“, bringt Dr. Achim Echtermeyer, Facharzt für Allgemeinmedizin und Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) im Altkreis Münden, die Situation auf den Punkt. Aber es gebe auch Einschränkungen.

Altkreis Münden: Praxen sehen sich gerüstet für Corona-Fälle

So sei es schon zu tageweisen Schließungen von Praxen gekommen. Wenn sich zu viele Mitarbeiter krank meldeten, sei der Praxisbetrieb kaum noch aufrechtzuerhalten. Aber durch den meist milden Verlauf der Omikron-Variante seien die Mitarbeiter relativ schnell wieder einsatzbereit. Nach wie vor könnten sich Menschen mit Coronasymptomen telefonisch krankschreiben lassen. Sie müssten aber bei nicht so milden Verläufen weiter aufpassen, warnte er davor, die Pandemie zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen.

Er stelle fest, dass die Menschen inzwischen wesentlich entspannter seien, auch weil viele geimpft oder genesen seien und damit nicht mit schweren Krankheitsbildern rechnen müssten. Zu den beschlossenen Lockerungen sagt Echtermeyer: „Ich denke, es ist an der Zeit, die Verantwortung für ihre Gesundheit wieder in die Hände der Menschen zu legen“, sagt er. Niemand könne sagen, dass er nicht ausreichend informiert worden sei. Zugleich rät er, weiterhin dort Masken zu tragen, wo einige Menschen zufällig zusammentreffen, ob in einem Geschäft oder im übrigen Alltagsleben. In Gesundheitseinrichtungen wie Praxen sei das ja ohnehin weiter Pflicht.

Impfungen: die anderen werden es wahrscheinlich nicht mehr tun“

Echtermeyer hofft, dass sich die Impfquote durch Einsicht noch deutlich verbessern wird, die Impfnachfrage habe aber in allen Praxen stark nachgelassen. Es gebe kaum noch Erstimpfungen. „Die, die es wollten, haben es getan“, sagt er. „Und die anderen werden es wahrscheinlich nicht mehr tun“.

Zugleich böten die Praxen weiterhin alle Impfungen an. Thema sei jetzt vor allem die vierte Impfung für Menschen ab 70 und die, die besonders gefährdet sind. (Ekkehard Maaß)

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