Mitarbeiter wollen Angebot nutzen

Raum Hann. Münden: Betriebe starten Corona-Impfungen

Eine Spritze wird aufgezogen.
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Betriebe im Raum Hann. Münden lassen ihre Mitarbeiter durch Betriebsärzte impfen. (Symbolbild).

Im Raum Hann. Münden impfen Unternehmen ihre Mitarbeiter oder wollen dies ermöglichen. Wir haben bei größeren Arbeitgebern in der Region nachgefragt.

Altkreis Münden – Seit dieser Woche können auch die Betriebsärzte in den Unternehmen Mitarbeiter impfen. Auch im Altkreis Münden bereiten sich Unternehmen darauf vor oder haben bereits begonnen wie der Baustoffhersteller Pufas in Volkmarshausen.

Pufas: Impfungen durch Betriebsarzt

Dort laufe die Impfung durch den Betriebsarzt gut und werde auch von den Mitarbeitern angenommen, wie Welf Kantelhardt von der Produkt- und Arbeitssicherheit des Unternehmens auf Anfrage mitteilt. Aus Hygienegründen werden die Impfungen für die Pufas-Mitarbeiter in der Praxis des Betriebsarztes verabreicht.

„Rund 40 Prozent der Mitarbeiter nehmen dieses Impf-Angebot an“, so Kantelhardt weiter. „Es gab bereits eine erste Impfrunde mit dem Impfstoff von Astrazeneca. In acht- bis zehnköpfigen Teams sind die Mitarbeiter in halbstündigen Intervallen in die Praxis gegangen.“ Das gleiche Vorgehen sei auch nächste Woche mit dem Biontech-Impfstoff geplant. Der Großteil der restlichen Mitarbeiter hatte bereits eine erste Impfung bekommen oder zumindest einen Termin.

Ungeduld sei laut Kantelhardt nur kurzzeitig aufgekommen, weil vereinzelte Mitarbeiter Bedenken wegen des Astrazeneca-Impfstoffs geäußert hatten. „Das hat sich aber dank der Verfügbarkeit von Biontech wieder entspannt.“

WMU: Corona-Impfungen in Betrieb laufen an

Beim Autozulieferer Weser Metall Umformtechnik (WMU) sollen die interessierten Mitarbeiter im Laufe dieser Woche geimpft werden, sagte Geschäftsführer Jörg Wittling. Es habe eine Rundfrage an alle 420 Mitarbeiter gegeben. Ob die Impfungen im Betrieb stattfinden oder in der Praxis des Betriebsarztes, werde noch geklärt. Zur Zahl der Impfungen wollte Wittling aus Datenschutzgründen keine Angaben machen.

Auch das Saatgutzucht-Unternehmen Ernst Benary GmbH in Hann. Münden bereitet sich auf Impfungen vor. „Die Nachfrage nach einer Impfung durch den Betriebsarzt ist hoch“, sagt Petra Blume von Benary. Das habe sie beim Ausfüllen der Anmeldelisten für die Impfungen festgestellt. Viele Mitarbeiter begrüßten das Angebot, unbürokratisch geimpft werden zu können. Noch gebe es aber keinen konkreten Impftermin. Ob in der Praxis oder im Betrieb geimpft werde, sei auch noch nicht klar, es könne aber im Unternehmen ein Raum für die Impfungen vorgehalten werden, so Petra Blumen. Die Firma ContiTech Mündener Gummiwerke begann bereits gestern mit Impfungen von Mitarbeitern durch Betriebsärzte.

ContiTech: Impfungen am Standort Hann. Münden haben begonnen

Im Hann. Mündener Werk von ContiTech MGW starteten die Impfungen bereits gestern: Um 12 Uhr hätten die Betriebsärzte am Standort Hann. Münden die Impfungen im Werk begonnen, teilte das Unternehmen auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Die uns zur Verfügung gestellten Dosen werden bis zum Nachmittag verimpft sein“, hieß es gegen Mittag.

Ausgewählte Unternehmen starteten früher

Die Impfung durch Betriebsärzte startete in Niedersachsen bereits im Mai zunächst als ein Modellprojekt in ausgewählten Unternehmen wie Volkswagen oder dem Pharma- und Laborzulieferer Sartorius in Göttingen. Die etwa 500 Betriebsärzte im Bundesland dürfen seit dem 7. Juni nun auch in weiteren Betrieben impfen. Den Impfstoff dafür beziehen die Ärzte über die Apotheken, beziehungsweise den Großhandel. 

Viele Mitarbeiter seien bereits geimpft gewesen. Trotzdem sei es Continental wichtig, der Belegschaft ein Impfangebot zu machen, so das Unternehmen weiter. „Continental hat an seinem Standort Hann. Münden eine Impfstraße eingerichtet. In einem abgeschotteten Trakt aus drei Büros können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicher geimpft werden. Es gibt zudem einen Beobachtungsraum für etwaige Impfreaktionen. Künftig können sich Interessenten auch beim Betriebsarzt direkt in der Praxis impfen lassen“, erklärte die Pressestelle von ContiTech.

Bereits in der Vorwoche hätten die Verantwortlichen eine Liste mit den Impfinteressenten erstellt. Zunächst erhielten die Interessenten einen Termin, die regelmäßig im Werk arbeiten. Im nächsten Schritt würden dann auch die Mitarbeiter aus dem Home Office zur Impfung eingeladen. Für eine möglichst optimale Nutzung der Kapazitäten gebe es eine Nachrückerliste, „falls jemand ausfällt oder doch nicht geimpft werden möchte“, so das Unternehmen weiter. (Thomas Schlenz / Ekkehard Maaß / William-Samir Abu El-Qumssan)

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