„Masken in den Restmüll“

Weggeworfene Masken verschmutzen vermehrt Plätze und Straßen im Raum Hann. Münden

Eine sogenannte OP-Maske hängt in einem gebüch am Werraweg in Hann. Münden nahe des Walls.
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Maskenmüll achtlos weggeworfen oder aus Versehen verloren. Nicht nur eklig, sondern mitunter gefährlich.

Masken gehören nun zum Alltag. Oft findet man sie aber unsachgemäß entsorgt. Auch im Raum Hann. Münden.

Altkreis Münden – Sie schützen Menschen vor einer Infektion und sind nützlich: Mund-Naschenschutzmasken. Im Rinnstein oder neben dem öffentlichen Abfalleimer sind sie allerdings eklig und eine Keimschleuder. Egal ob Stoff- OP- oder FFP2-Masken – sie müssen ordnungsgemäß entsorgt werden.

„Die Masken gehören in den Restmüll“

„Die Masken gehören in den Restmüll“, so Hann. Mündens Stadtsprecherin Julia Bytom auf Anfrage unserer Zeitung. Die Kommunalen Dienste (KD) in Hann. Münden würden vermehrt von entsorgten FFP2-Masken berichten, heißt es weiter. „Diese liegen sowohl auf Straßen und (Park-)Plätzen als auch in den öffentlichen Mülleimern“, so Bytom. Wenn der Benutzer beim Verlassen von Bus, Bahn oder Geschäft diese wegen der möglicherweise vorhandenen Viren oder anderen Krankheitserreger nicht in die Tasche stecken möchte, empfehle es sich, die Maske ebenso wie getragene Einmalhandschuhe in einen verschließbaren Plastikbeutel zu stecken und diese zu Hause in den Restmüll zu geben.

Staufenberg: Masken werden unsachgemäß entsorgt

Auch Stefan Müller, Vorstand des Staufenberger Gemeindeservice, stellt fest, dass vermehrt Masken in der Feldmark und im öffentlichen Raum liegen. Allerdings gibt er zu bedenken, dass es sich oftmals um keine absichtliche, unsachgemäße Entsorgung handele, sondern dass Menschen die Masken einfach verlieren.

„Vielmehr führe ich es darauf zurück, dass ja derzeit alle Menschen, die sich von A nach B begeben, diese mitführen müssen. Mal tun sie das beispielsweise in der Jackentasche, mal am Gürtel oder an anderer Stelle. Je weniger ordentlich Masken verstaut werden, desto größer ist die Verlustgefahr unterwegs“, sagt Müller.

Dransfeld: „ Nicht weniger wie ein arglos weggeworfenes Stück Papier oder das Kaugummi“

In der Samtgemeinde Dransfeld berichtet der Leiter des Ordnungsamtes der Samtgemeinde, Dirk Aue: „Hier und da sieht man einmal eine Schutzmaske. Nicht mehr und nicht weniger wie ein arglos weggeworfenes Stück Papier oder das Kaugummi.“

Vonseiten der Entsorgungsbetriebe Göttingen, die für die Müllentsorgung im Altkreis Göttingen zuständig sind, heißt es, dass man zu unsachgemäß entsorgten Masken keine Aussage machen könne. „Die Masken haben wenig Gewicht und fallen deshalb bei der Müllerfassung nicht quantifizierbar auf“, heißt es von Kreissprecher Ulrich Lottmann. (Jens Döll)

Mehr Abfall

Im Allgemeinen werde seit Beginn der Coronakrise mehr Abfall in den Restmüll entsorgt. Das berichtet Ulrich Lottmann, Pressesprecher des Landkreises, der mit den Entsorgungsbetrieben Göttingen für die Müllabfuhr im Kreisteil Göttingen zuständig ist. Die Restabfallmenge habe im Jahr 2020 422 Tonnen über dem Vorjahreswert gelegen, so Lottmann. Nach Einschätzung der Abfallwirtschaft liege das Plus darin begründet, dass die Menschen aufgrund der Kontaktbeschränkungen und Infektionsschutzmaßnahmen mehr Zeit zu Hause verbringen und dabei mehr Abfall produzieren. Darunter falle das Bestellen von Essen und von Konsumartikeln.

Der Landkreis Göttingen gibt Tipps, wie man mit „Corona-Abfall“ umgeht. Mehr Müll wurde bereits im vergangenen Corona-Jahr registriert.

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