Lineale aus altem Plastik

Recycling-Mobil macht Halt bei Ferienbetreuung in Hann. Münden

Aus Alt-Plastik werden Lineale hergestellt. Das Recycling-Mobil machte Halt bei der Ferienbetreuung des Stadtjugendrings Münden und des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Hann. Münden.
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Aus Alt-Plastik werden Lineale hergestellt. Das Recycling-Mobil machte Halt bei der Ferienbetreuung des Stadtjugendrings Münden und des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Hann. Münden.

Upcycling ist eine tolle Möglichkeit, aus alten Dingen etwas Neues zu machen. Die Kinder der Ferienbetreuung Hann. Münden haben am vergangenen Mittwoch aus altem Plastik Lineale hergestellt.

Hann. Münden – Aus Plastikmüll etwas Neues herstellen – wie das funktioniert haben die Kinder bei der Ferienbetreuung des Stadtjugendrings und des Kinder- und Jugendbüros gelernt. Am Mittwoch machte das Recycling-Mobil bei der Ferienbetreuung Halt. Zusammen mit dem Team des Recycling-Mobils stellten die Kinder aus altem Plastik Lineale her.

Dafür haben die Kinder zuvor Altplastik gesammelt. Das Plastik wurde zu Granulat geschreddert und eingeschmolzen. „Viele Kinder haben von zu Hause Plastikmüll, wie Joghurtbecher mitgebracht“, sagt Elke Steden vom Kinder- und Jugendbüro. Auch der Plastikmüll, der während der Ferienbetreuung anfiel, wurde zu Granulat verarbeitet. „So sehen die Kinder, wie viel Müll wir hier eigentlich so produzieren“, sagt Martina Görtler vom Stadtjugendring.

Plastik schreddern mit Muskelkraft

In den Schredder kam auch Plastik, das an der Straße und rund um das Gelände des Sportplatzes von den Kindern aufgesammelt wurde. Um den Plastikmüll zu zerkleinern, mussten die Kinder ordentlich strampeln. Der Schredder wird manuell mit einem Fahrrad betrieben. Er zerkleinert den Kunststoffmüll in feines Granulat. Im Labor des Recycling-Mobils steht eine Spritzgussmaschine. Mit der Hilfe der Mitarbeiter füllten die Kinder das Granulat in die Maschine, wo das Plastik-Granulat auf über 200 Grad erhitzt wurde. Mit einem langen Hebel und viel Muskelkraft wurde das flüssige Plastik durch die Presse in eine Form gepresst. Mit der Maschine können neben Linealen auch Wäscheklammern hergestellt werden. „Das ist voll spannend“, war das Fazit der Kinder, die am Ende des Tages alle ihr eigenes Lineal aus altem Plastik in den Händen hielten.

Das Recycling-Mobil ist ein Projekt der gemeinnützigen Naturschutzorganisation „Save Nature Group“. Das Projekt wird an Schulen und für Kinder- und Jugendgruppen angeboten und soll Kindern und Jugendlichen Wissen zum Thema Naturschutz und Recycling vermitteln. Ein der Ziel der „Save Nature Group“ ist es, das Naturbewusstsein zu stärken. Die Organisation wird von dem thüringischem Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz unterstützt.

Ferienbetreuung

Zum Thema „Upcycling“ werden bei der Ferienbetreuung in dieser Woche verschiedene Aktionen angeboten. „Am Dienstag haben wir gebatikt. Das fanden die Kinder super und wollten damit heute gleich weiter machen“, erzählt Elke Steden. Neben dem Upcycling werden weitere Aktionen angeboten, wie Klettern am Kletterturm, Basteln oder mit Lego spielen auf dem Sportplatz des SV Schedetal 1907 in Volkmarshausen. Die Ferienbetreuung für Kinder von sechs bis zwölf Jahren wird vom Stadtjugendring Münden und des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Hann. Münden veranstaltet. Jeden Tag nehmen zwischen 40 bis 50 Kinder teil. Unterstützt wird die Ferienbetreuung vom Landkreis Göttingen. (Eva Krämer)

Was ist Upcycling? 

Aus Alt macht Neu – ist das Motto beim „Upcycling“ (englisch „up“ für „nach oben“ und „recycling“ für „Wiederverwertung“). „Upcycling“ ist eine Form der Wiederverwertung. Abfallprodukten werden zu neuwertigen Dinge. Aus Plastikflaschen werden Stiftebecher oder Blumenvasen, aus Lastwagenplanen werden Taschen genäht oder aus Opas alter Holzleiter wird ein Bücherregal. Im Trend: Möbel aus gebrauchten Holzpaletten. Aus den Paletten werden Balkonmöbeln oder ein Couchtisch gebaut. Beim „Upcycling“ geht es vor allem darum, alte Dinge aufzuwerten und Ressourcen einzusparen

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