Schlechtes Wetter und Corona

Region Hann. Münden: Corona verhagelt die Camping-Saison

Blick auf Hann. Münden: Unser Luftbild zeigt die Innenstadt. In der Bildmitte rechts ist das Schloss zu sehen, oben rechts der Tanz- und der Doktorwerder.
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Blick auf Hann. Münden: Unser Luftbild zeigt die Innenstadt. In der Bildmitte rechts ist das Schloss zu sehen, oben rechts der Tanz- und Doktorwerder. (Archivbild)

Die Camping-Saison 2021 nähert sich dem Ende: Die Bilanz in Hann. Münden und Dransfeld ist gemischt. Ein Trend aus den Niederlanden zeichnet sich in Löwenhagen ab.

Altkreis Münden – Die Campingsaison im zweiten Corona-Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Einige der Platzbetreiber im Altkreis Münden ziehen Bilanz, sie fällt gemischt aus. „Wir können uns nicht beschweren“, sagt Will de Roon, der den Campingplatz Am Niemetal bei Löwenhagen betreibt.

Dransfeld: Lockdown in den Niederlanden wirkte sich aus

Er ist Niederländer und zu seinen Kunden zählen auch viele seiner Landsleute. In Deutschlands Nachbarland hatten der Lockdown und die Quarantänepflicht dazu geführt, dass viele Gäste ausblieben. „Wir wollen dieses Jahr wieder über den Winter öffnen“, sagt de Roon, dies habe im vergangenen Jahr wegen der Corona-Situation nicht funktioniert. In den Niederlanden sei „Winter-Camping“ ein richtiger Trend.

Familie Busch, die den Campingplatz in Hann. Münden, zieht eher ein negatives Fazit. „Wir hatten im Schnitt etwa 60 Prozent Auslastung“, berichtet Uwe Busch. Die sich immer ändernden Coronaregeln hätten viele abgeschreckt, gibt er zu bedenken. Immerhin hätten die Platzbetreiber eine Genehmigung gehabt, vor Ort selbst Corona-Schnelltests abzunehmen. Diese seien aber kostenpflichtig gewesen. Zudem stellte auch die kleine Zufahrtsbrücke über die Fuldaschleuse die Betreiber vor Probleme. Laut dem Betreiber Wasserstraßen-Schifffahrtsamt (WSA) dürfen dort nur Camper bis zu drei Tonnen darüber fahren. Eine andere bauliche Lösung wird laut WSA gerade noch geprüft.

Hann. Münden: Brücke am Tanzwerder ist ein Problem

„Normale Fahrzeuge wiegen oft mehr als drei Tonnen.“ Die Tonnage hätten sie vor der Anreise abfragen müssen. „Die Besucher mussten unterschreiben, dass ihr Fahrzeug im erlaubten Rahmen liegt, das habe einige abgeschreckt.“ Die Saison endet auf dem Platz Ende Oktober. Im kommenden Jahr wollen die Buschs im April in die neue Saison starten und hoffen dafür auf bessere Bedingungen.

Ein weiterer Punkt, der die Saison dieses Jahr negativ beeinflusste, war das Wetter, berichtet Sylvia van der Kroft vom Campingplatz Spiegelburg in Laubach. 2020 sei das einfach besser gewesen, merkt sie an. Der Platz verfügt über 20 Stellplätze. (Jens Döll)

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