„Reise-Tourismus“ unter Flüchtlingen

Hann. Münden. In der Polizeiakademie in Gimte gehören die Flüchtlinge seit Wochen zum Alltagsbild. Die Akademie ist derzeit auch Unterkunft für Asylsuchende.

Am Donnerstag waren 125 Flüchtlinge in der Akademie untergebracht - Platz ist dort für bis zu 300. Der Studienverantwortliche Jörg Henne sagt: „Wir haben eine völlig unkontrollierbare Situation.“ Damit meint er die Freizügigkeit, die zu einem unkontrollierten „Reise-Tourismus“ führe.

Andere Ziele im Kopf

Es sei auch in der Polizeiakademie so, dass sich manche Neuankömmlinge selbst auf dem Weg machten, um ein anderes Ziel anzusteuern, entweder in Deutschland oder im Ausland, in Schweden beispielsweise. Da komme es auch schnell zu einer Doppelerfassung von Flüchtlingen. Kürzlich sei in der Akademie ein Flüchtling gewesen, der bereits in Bremen richtig registriert worden sei. Der Mann habe dann in der Akademie gesagt, dass er wieder nach Bremen wolle.

Jeden Tag ein Bus

Derzeit, so Studienverantwortlicher Henne, komme jeden Tag ein Bus mit Flüchtlingen an - am Mittwoch 41, am Donnerstag zwölf.

Wie viele Personen tatsächlich im Bus sind, wisse man erst, wenn sich die Bustüren öffne. Die Zahl der im Vorfeld angekündigten Flüchtlinge muss nicht mit der Zahl der Ankömmlinge identisch sein.

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