Resolution gegen Windräder

Der geplante Windpark oberhalb von Hann. Münden: 17 Windräder sollen nach den aktuellen Plänen des Regierungspräsidiums Kassel auf dem Bergkamm über der Stadt entstehen können. Diese Visualisierung der Stadt Hann. Münden zeigt den Blick von der Straße Schöne Aussicht in Münden. Montage: Stadt Hann. Münden 

Hann. Münden. Der Rat der Stadt Hann. Münden will gegen die hessischen Pläne für einen Windpark oberhalb von Münden scharf protestieren.

Der Rat der Stadt Hann. Münden will in seiner Sitzung am Donnerstag eine Resolution gegen die geplanten Windräder im Reinhardswald oberhalb von Hann. Münden verabschieden. Das kündigte Udo Bethke, Vorsitzender des Rates, in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstag an.

In der Sitzung hat die Verwaltung die Planentwürfe des Regierungspräsidiums (RP) Kassel für einen Windpark mit 17 Anlagen noch einmal erläutert. Angestrebt sei eine Resolution mit den Stimmen aller im Rat vertretenen Fraktionen, so Bethke.

Hann. Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne hatte bereits Anfang September die hessischen Windkraftpläne als „Generalangriff“ auf Hann. Münden bezeichnet.

Wie berichtet sehen die aktuellen Entwürfe für Windvorrangflächen des Regierungspräsidiums Kassel auf dem Bergkamm des Reinhardswaldes oberhalb von Hann. Münden zehn 200 Meter hohe Windräder vor, sieben weitere dahinter. Von der Stadt her deutlich zu sehen, würden besonders die zehn Anlagen auf dem Kamm sein, erläuterte Stadtplaner Siegfried Pflum. Der Abstand zur historischen Alstadt betrage 1300 Meter, zur Tillyschanze nur rund 700 Meter. Auch die Bewohner von Gimte könnten die Räder deutlich am Horizont sehen. Der Abstand zum Ortsrand dort liegt bei rund 1500 Metern.

Burhenne fordert, dass mindestens ein Abstand von 3000 Metern zur Landesgrenze und damit zu Hann. Münden eingehalten wird. Dabei orientiere er sich auch daran, dass das RP Kassel die Fläche um die Sababurg mit einem Radius von 2000 bis 2500 Metern von Windrädern freihält, weil die Burg als überregional bedeutsames Baudenkmal und Naherholungsziel eingestuft werde.

Was für die Sababurg gelte müsse auch für Hann. Münden gelten, so Burhenne. Die gesamte Altstadt sei ein Baudenkmal, das von vielen Gästen besucht werde. (ems)

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