THW-Sommerspiele

Retter in Blau waren erfolgreich

Hann.Münden. Das Technische Hilfswerk Hann.Münden beeindruckte mit technischen Fertigkeiten bei einem Wettbewerb. 

Sie greifen ein, wenn andere Helfer Unterstützung brauchen. Sie retten Menschen und Tiere, bewahren vor Schäden. Egal ob bei Hochwasser, Hungerkatastrophen Stromausfällen oder anderen Ausnahmesituationen, die fast ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW) sind stets zur Stelle, wo helfende Hände gebraucht werden.

Münden ausgewählt

Das 17.30 Uhr-Regionalprogramm des Fernsehsenders Sat.1 hat die Retter in Blau deswegen für die diesjährigen Sommerspiele auserkoren und die Wettkämpfe zwischen vier Ortsverbänden aus Bremen und Niedersachsen live übertragen. Hann. Münden ist als einer der vier Ortsverbände von der THW-Geschäftsstelle Göttingen ausgewählt worden, an dem Wettkampf teilzunehmen.

In kompletter Einsatzkleidung galt es für acht Erwachsene und Jugendliche, so schnell wie möglich einen festgelegten Parcours zu bewältigen: Zuerst musste ein Rohr mit der Säge durchgeschnitten werden, dann kam der Spreizer zum Einsatz, um einen Betonklotz hochzuheben, unter dem eine verletzte eingeklemmte Person geborgen werden musste. Das letzte Hindernis war eine Holzwand, aus der eine Person des Teams mit der Motorsäge ein Viereck ausschneiden musste, durch das die anderen die Bake mit dem Verletzten durchreichen konnten.

Gestartet und gestoppt wurde die Zeit jeweils an dem Einsatzauto, das Anhalten der Zeit wurde mit Blaulicht und Sirene kenntlich gemacht. Den reibungslosen Ablauf sowie das Einhalten der vorgegebenen Abstände dokumentierte ein Schiedsrichter, bei Fehlern drohte eine Zeitstrafe.

Unter Zeitdruck

„Ganz ähnlich wie im Ernstfall arbeiten die Wettkämpfer auch unter Zeitdruck, trotzdem ist es hierbei auch wichtig, bestimmte Abläufe routiniert zu absolvieren und als Team zusammenzuarbeiten. So eine Wettbewerbssituation vor der Kamera ist aber dennoch aufregend und was Besonderes – vor allem für die vier jugendlichen Teilnehmer“, so THW-Mitglied Hans-Jürgen Kriegs.

Bereits sechs Wochen zuvor habe man mit den Vorbereitungen begonnen, während des Trainings eine Wettbewerbssituation samt Parcours nachgestellt und die Zeit gestoppt.

Dass sich diese Übung später auszahlen sollte, hat sich nach dem Wettbewerb bei der Verkündung der benötigten Zeit bewiesen: Die acht Mündener THWler führen momentan mit einer Zeit von knapp unter zwei Minuten vor den beiden anderen Ortsverbänden Hude-Bookholzberg und Lohne, die ebenfalls bereits angetreten sind.

Siegprämie

Ob der Ortsverband Münden sich tatsächlich die Siegerprämie von 2000 Euro erkämpft hat oder ob der Sieg doch noch an den letzten Gegner Lüchow-Dannenberg geht, wird sich in der nächsten Woche entscheiden.

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