Schäden in der Region

Rettungskräfte im Dauereinsatz

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Naturgewalten: Sturm Eberhard hat am Wochenende im Wald zwischen Landwehrhagen und Spiekershausen diese kräftige Buche entwurzelt. 

Liegen gebliebene Züge, umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen. Sturm Eberhard hatte die Region am Sonntagabend fest im Griff.

Der Sturm am Sonntagabend führte überall in der Region zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen, die vom späten Nachmittag bis in die Abendstunden dauerten. Zahlreiche Straßen mussten zwischenzeitlich wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden.

   Darunter war nach Angaben der Mündener Feuerwehr auch die Bundesstraße 496. Auf der Autobahn 7 bei Hedemünden fiel am frühen Abend eine Birke auf die Straße und versperrte zwei Fahrbahnen. Sie wurde von der Feuerwehr Hann. Münden beseitigt.

Hann. Münden.

Von 22 Einsätzen berichtet Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig im Raum Münden. Zehn Ortswehren mussten ausrücken.  Ein größerer Einsatz fand kurz hinter dem Mündener Bahnhof in Richtung Hedemünden statt, wo ein Zug der Cantus-Bahn liegen geblieben war.

Nach Angaben von Sabine Herms, Sprecherin des Nordhessischen Verkehrs-Verbundes, war zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr ein Ast in die Oberleitung gefallen. Nach einem Kurzschluss sei das Fahrzeug nicht mehr einsatzfähig gewesen. Etwa 20 Fahrgäste waren in dem Zug.

Die Mündener Feuerwehr baute gegen 22 Uhr am Zug eine sogenannte Rettungsplattform auf, über die die Fahrgäste den Zug verlassen konnten. Sie wurden nach Angaben von Dieter Röthig zurück zum Bahnhof gebracht. Dafür hatte die Feuerwehr das Gleisbett ausgeleuchtet. Mit ihrer Rettungsaktion musste sie so lange warten, bis ein Notfallmanager vor Ort und der Strom abgeschaltet war.

Dransfeld

Auch in der Samtgemeinde Dransfeld mussten Menschen in Sicherheit gebracht werden. Nach Angaben von Matthias Freter von der Feuerwehr der Samtgemeinde Dransfeld mussten drei Häuser an der Niemetalstraße in Löwenhagen evakuiert werden, weil Bäume auf die Häuser zu stürzen drohten. Acht Personen mussten in Sicherheit gebracht werden, unter ihnen drei Kinder. Sie seien in Ferienwohnungen im Ort untergebracht worden.

Insgesamt habe es 19 Einsätze in der Samtgemeinde Dransfeld gegeben. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden.

Die Wehren wurden nicht nur wegen umgestürzter Bäume gerufen, sondern auch, weil Ziegel von Dächern fielen, zudem mussten nach Freters Angaben einige entlaufene Schafe bei Ellershausen eingefangen werden. Im Einsatz waren Feuerwehren aus Dransfeld, Jühnde, Löwenhagen, Meensen, Ellershausen und Varlosen.

Staufenberg

In der Gemeinde Staufenberg waren nach Angaben von Feuerwehrsprecher Philipp Vogeley über 120 Feuerwehrleute von allen zehn Ortswehren im Einsatz. Dabei sei ein Feuerwehrmann verletzt worden, so Vogeley. Er sei von einem herabfallenden Ast im Bereich der Schulter und des Kopfes getroffen worden und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Er konnte aber noch am Sonntagabend wieder entlassen werden.

Der Mann sei zwischen Nieste und Kleinalmerode auf der Landesstraße L 563 im Einsatz gewesen, wo die Feuerwehren Dahlheim und Uschlag hessische Wehren unterstützt hatten.

Im Laufe des Abends mussten dort wie auch an anderen Stellen die Arbeiten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. So war die Kreisstraße zwischen Spiekershausen und Landwehrhagen nach dem Umsturz mehrerer Bäume auch am Montag noch immer voll gesperrt. 

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