Hilfe nach Brand

„Rock for Tolerance“ in Hann. Münden: Überrascht von der Solidarität

Musste abgerissen werden: Der obere Teil der Fassade des Hauses Rosenstraße 9 war nach dem Großbrand nicht mehr zu retten. Baufachberater des THW Northeim begleiteten die Arbeiten.
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Musste abgerissen werden: Der obere Teil der Fassade des Hauses Rosenstraße 9 war nach dem Großbrand nicht mehr zu retten. Baufachberater des THW Northeim begleiteten die Arbeiten.

Der Großbrand in Hann. Münden Anfang November erschütterte die Mündener. Der Verein „Rock for Tolerance“ sammelte Spenden für die Betroffenen. Zudem plant der Verein das Festival „Rock for Tolerance“ für 2021.

Hann. Münden – „Es ist bereits das dritte Mal, dass Rock for Tolerance Spenden nach einem Brand sammelt“, sagt der Vereinsvorsitzende Robert Maaßen. Man habe also eine gewisse Routine. Trotzdem waren die Helfer von der Spendenbereitschaft der Mündener nach dem Großbrand am 6. November überwältigt.

Von der Solidarität innerhalb Hann. Mündens überrascht

„Eine solche Welle der Solidarität haben wir noch nicht erlebt“, bilanziert er. Die Betroffenen seien mittlerweile versorgt, der grundlegende Bedarf sei gestillt.

Drei Personen hätten bei dem Brand „alles verloren“, für sie wurde am dringlichsten Hilfe benötigt. „Diese haben zuerst Kleidung und auch Möbel benötigt“, berichtet Maaßen. Die Hilfe, die von vielen Einzelpersonen aus der Stadt angeboten wurde, wurde von Rock for Tolerance in einer Gruppe beim Nachrichtendienst Whatsapp gebündelt. Sabrina Bogdan hat diese dann koordiniert. Hilfsangebote seien auch aus Hameln und sogar Hannover gekommen, berichtet Maaßen.

Es treffen immer noch Spendenangebote ein

Menschen aller Alterskategorien haben gespendet, wobei ältere Mündener eher anriefen, statt die Whatsapp-Chatgruppe zu nutzen. „Ich konnte gar nicht alle Anrufe annehmen“, sagt Maaßen.

Es seien auch „mehrere tausend Euro“ aus 190 Geldspenden zusammengekommen. Davon sei eine Soforthilfe von 1500 Euro ausgezahlt worden. Wie der Rest zu verteilen sei, werde gerade im Verein diskutiert. Die Spendenangebote seien etwas abgeebbt, trotzdem treffen immer noch Spenden ein, heißt es.

Robert Maaßen verweist an den Mündener DRK-Shop an der Burgstraße, der sich über Spenden freuen würde. „Besonders Kleidung wird immer gebraucht“.

Rock for Tolerance: 2021 soll wieder auf dem Tanzwerder gerockt werden

Im kommenden Jahr plant der Verein wieder das gleichnamige Festival „Rock for Tolerance“. Terminiert ist es auf den 2. und 3. Juli. „Wir konnten alle Bands gewinnen, wieder auf dem Tanzwerder aufzutreten“, sagt der erste Vorsitzende. Dieses Jahr musste es coronabedingt ausfallen. Bei dem kostenlosen zweitägigen Festival treten Bands wie „Engst“, „Silencer“ und „Tyna“ auf.

Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Im Jahr 2019 wurde auf dem Tanzwerder noch gerockt. 2020 musste Rock for Tolerance pausieren. 2021 soll es weiter gehen.

„Wir wollen keine Wachstumsphase überspringen“, so Maaßen. Die Verträge mit den Gastroanbietern müssen noch ausgehandelt werden. Wegen der aktuellen Lage und der mangelnden Planbarkeit gestalte sich dieses noch als „schwierig“. (Jens Döll) 

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