Open Air auf Tanzwerder

Rocken und Feiern gegen Hetze und Rassismus in Hann. Münden

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Rockten im Geschwister-Scholl-Haus: Im vergangenen Jahr kamen rund 300 Gäste zur ersten Auflage von Rock for Tolerance. Im Bild: die Band Green Machine aus Einbeck.

Hann. Münden. Ein rockiges Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz soll am Samstag, 15. Juli, beim Open Air Rock for Tolerance auf dem Tanzwerder in Hann. Münden gesetzt werden.

In der Ankündigung schreiben die Veranstalter: „In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, nicht schweigend zuzusehen, wenn unverblümt Rassismus und Hetze verbreitet werden.“ 

Rock for Tolerance findet bereits zum zweiten Mal statt. Im Oktober 2016 wurde noch im Geschwister-Scholl-Haus gerockt. Beim ersten Rockabend im vergangenen Jahr kamen 4000 Euro für lokale, soziale Projekte zusammen. 

Davon profitierten das Jugendprojekt „Chillex Lounge“ in Münden sowie das interkulturelle Straßenfest. Auch in diesem Jahr wird wieder für soziale Zwecke gesammelt. Außerdem gibt es ein Ausstellungszelt, in dem sich Initiativen vorstellen können.

Auf der Bühne stehen fünf Bands, die alle aus der Region kommen. Wie im vergangenen Jahr sind auch wieder Best Before Monday und Lost Brian dabei. Mehr als 30 Ehrenamtliche helfen mit. Um ein breites Publikum zu erreichen, ist der Eintritt frei. Es gibt auch Cocktails, Sandwiches und einen Eiswagen.

Geld für soziale Projekte wird gesammelt

Soziale und integrative Projekte aus der Region stellen sich am Samstag in einem extra Zelt vor. Auch andere antirassistische Projekte aus der Umgebung sind da. Unternehmen waren im Voraus aufgefordert worden zu spenden. Die Spender werden auf einer großen „Wall of Love“, einer Art Sponsorentafel präsentiert. Die Spenden, die beim Open Air gesammelt werden, gibt der Stadtjugendring Münden später weiter.

Das Programm im Überblick:

Einlass ab 14 Uhr

15 Uhr: BlindLinks (Landkreis Eichsfeld) 

16.30 Uhr: Badass Bastards (Göttingen) 

18 Uhr: Lost Brian (Hann. Münden) 

19.30 Uhr: Best Before Monday (Raum Göttingen) 

21 Uhr: YugonaughtY (Hann. Münden)

Wir stellen die Bands vor:

BlindLinks

BlindLinks, das ist frischer, junger Pop-Rock von fünf Freunden aus dem Eichsfeld (Thüringen). Mit deutschen Texten und gefühlvollen Melodien über Freundschaft und Liebe erzählen sie aus ihrem Leben. Das Motto der Band ergibt sich aus der Kombination ihres Bandnamens und dem Titel ihres Debütalbums: „BlindLinks - Durch die Welt“.

BlindLinks

Badass Bastards

Der Name ist Programm. Seit 2013 machen die Göttinger Jungs „richtige Musik“, fernab von Indie-Alternative und Hipster-Gedudel. Handgemachter, harter Rock ‘n’ Roll der alten Schule, wo die Texte noch dreckig, die Attitüde „Fuck You“; und der Sound roh und ungeschminkt war, steht auf dem Programm der Badass Bastards.

Lost Brian

Drei Studenten aus Münden, die nach einem Cartoon-Hund benannt sind. Was soll das? Ganz einfach: harter Alternative Rock mit politischer Ansage. „Lost Brian“ machen rhythmische, riff-dominierte Musik mit Texten über aktuelle politische Themen wie Intoleranz, Krieg und Armut. Das Trio orientiert sich an Bands wie den Red Hot Chili Peppers, Rage Against The Machine und Green Day.

Lost Brian

Best Before Monday

Harter Rock mit schönen Melodien, am besten zu genießen vor Montag. Das ist „Best Before Monday“ aus dem Raum Göttingen. Die vier jungen Männer feiern das goldene Wochenende, bevor es am Montag wieder zurück in den Alltag geht. Wut, Trauer, Glück, Liebe und Angst sind die Gefühle, die die Songs der Band direkt ins Herz gehen lassen. Die Jungs um Open-Air-Veranstalter Robert Maaßen rocken mit mehrstimmigen Gesang.

Best Before Monday

YugonaughtY

Härter als man glaubt –tanzbarer als gedacht. So kommt das elektrische Balkan-Trash-Rock-Punk-Terz-Sextett-Orchester „YugonaughtY“ aus Münden daher. Eine Prise jugoslawischer Gelassenheit, gemischt mit der Geradlinigkeit einer deutschen DIN-Salatgurke. Balkanmelodien vereint mit Punkrock-Gitarren.

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