Weitgehendes Feuerwerksverbot

Ruhiges Silvester im Raum Hann. Münden erwartet - Polizei bereitet sich trotzdem vor

Dieses Bild mit Feuerwerk wird es auch zum Jahreswechsel 2021/22 nicht geben: In der Göttinger Innenstadt und in vielen anderen Bereichen in Stadt und Landkreis Göttingen besteht ein Böllerverbot.
+
Dieses Bild mit Feuerwerk wird es auch zum Jahreswechsel 2021/22 nicht geben: In der Göttinger Innenstadt und in vielen anderen Bereichen in Stadt und Landkreis Göttingen besteht ein Böllerverbot. (Archivfoto)

Silvester hieß lange Zeit ausgelassenes Feiern. Das ist dieses Jahr nur eingeschränkt möglich. Es gibt Regeln wegen des Feuerwerkes.

Altkreis Münden – „Bundesweit ist der Verkauf von Feuerwerk verboten; Restbestände aus den Vorjahren können durchaus gezündet werden – nur nicht überall“, heißt es von Dirk Aue, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Samtgemeinde Dransfeld.

Feuerwerk weitestgehend verbannt

Aufgrund der Verletzungsgefahr und der allgemein angespannten Coronalage in den Krankenhäusern werde davon abgeraten. Grundsätzlich gelte sowieso, dass in unmittelbarer Nähe von brandempfindlichen Gebäuden wie Fachwerkhäusern Feuerwerkskörper der Kategorie F2 nicht gezündet werden dürfen. Das gelte insbesondere in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen.

In Dransfeld betreffe dies die Altstadt. In „unmittelbarer Nähe“, so Aue, gelte laut Gesetzgeber ein Sicherheitsabstand von 200 Meter.

Darauf weißt auch der Fachdienst Sicherheit und Ordnung der Stadt Hann. Münden hin. Es werden am Silvesterabend keine Abbrennplätze in der Dreiflüssestadt zu Verfügung gestellt. Die historische Innenstadt sowie alle Ortsteile sind von diesem Verbot betroffen, aber auch die Wohngebiete, in denen sich die Krankenhäuser und Altersheime befinden.

Altkreis Münden: Landkreis erlässt Allgemeinverfügung

Auf dem Rattwerder und dem Unteren Tanzwerder ist durch die Allgemeinverfügung des Landkreises Göttingen in der Zeit vom 31. Dezember bis einschließlich 1. Januar das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 untersagt. Verboten ist auch das Mitführen solcher Gegenstände. Die Allgemeinverfügung gilt noch in weiteren Städten des Landkreises wie in Göttingen, Herzberg am Harz, Osterode am Harz und Bad Grund. Auch die Gemeinde Staufenberg verweist auf ihrem Internetauftritt auf die bestehenden Regelungen.

Kategorie F2 bei Feuerwerkskörpern beschreibt sogenanntes Kleinfeuerwerk, also auch Böller, Raketen und Batterien. Diese Kategorie ist vom Verkaufsverbot betroffen. Feuerwerk des Typs F1, beispielsweise Tischfeuerwerk, Knallbonbons und Wunderkerzen, ist nicht betroffen. Bereits im vergangenen Jahr galten ähnliche Regeln.

Polizei im Landkreis Göttingen bereitet sich vor

Trotz des weitgehenden Verbotes von Feuerwerk stellt sich die Polizei auf eine anstrengende Nacht ein.
„Die Nacht um den Jahreswechsel ist für die Polizei Göttingen erfahrungsgemäß die einsatzstärkste Nacht des Jahres“, heißt es von der Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen, Jasmin Kaatz. Die Dienstellen in Stadt und Landkreis stellen sich aus diesem Grund personell darauf ein.

Im Stadtgebiet Göttingen werden zusätzlich Kräfte der Bereitschaftspolizei präsent sein, die bei besonderen Lagen auch unseren Dienststellen im Landkreis zur Verfügung stehen, so Kaatz. Zur Kontrolle des Feuerwerksverbotes heißt es, dass dies von Polizeistreifen kontrolliert werden, „sofern das sonstige Einsatzaufkommen dies zulässt“.

Polizei: Feiern ja, aber mit Vorsicht

Der leitende Polizeidirektor Rainer Nolte ruft die Menschen dazu auf, aktiv durch eigenes Verhalten gegen die Verbreitung von Corona vorzugehen. „Einen besonderen Schwerpunkt unserer polizeilichen Arbeit sehen wir in dieser Nacht in der Verhinderung von Menschenansammlungen, welche die Infektionsgefahren erhöhen und somit die eigentliche Gefahr für den Infektionsschutz darstellen“, sagt Nolte und fügt hin: „Feiern Sie den Jahreswechsel ausgelassen, aber mit der notwendigen Vernunft und unter Beachtung der aktuell geltenden Corona-Vorschriften. Nur mit Ihrer aller Unterstützung und Einsicht besteht die Chance, das dramatische Fortschreiten der Infektionswelle doch noch zu brechen.“

Warnung an „Unbelehrbare“

An alle „Unbelehrbaren“ hält der leitende Polizeidirektor noch eine deutliche Warnung bereit: „Festgestellte Verstöße werden wir konsequent ahnden.“ (Jens Döll)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.