Weserumschlagstelle: Ruine wird vor Verfall gerettet

Früher prachtvoll: Das Gebäude der Weserumschlagstelle, das 1906 errichtet wurde. Repro: Stadtarchiv/nh

Hann.Münden. Die städtische Wirtschaftsförderung WWS lässt das Restgebäude der Weserumschlagstelle, das sind die Arkaden, durch eine Baufirma sichern.

Um den massiven Verfall der Ruine der Weserumschlagstelle zu stoppen, hat die städtische Wirtschaftsförderung WWS die Mündener Baufirma Kirchner beauftragt, die Arkaden im Erdgeschoss langfristig zu sichern. Sie sind übriggeblieben von dem Gebäude, das 1906 errichtet worden war. Anfang Mai habe die WWS das Gebäude von den Versorgungsbetrieben Hann. Münden erworben und die Sicherungsarbeiten in Auftrag gegeben, teilte WWS-Geschäftsführer Rolf Bilstein mit.

Werden erhalten: Die Arkaden im Erdgeschoss des einstigen Gebäudes der Weserumschlagstelle. Foto: WWS/nh

Die Bauhandwerker haben die einsturzgefährdete Zwischendecke abgetragen und werden einen Wetterschutz errichten, um das Regenwasser vom Mauerwerk abzuleiten. Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz stehe, sei es erklärtes Ziel, die Ruine durch diese Maßnahme so zu sichern, dass ausreichend Bausubstanz für eine spätere Nutzung der Arkaden erhalten bleibe. Bilstein: „Wir wollen, dass dieses Stück Mündener Geschichte für Entwicklungsideen zur Verfügung steht und dafür muss das Mauerwerk geschützt werden, sonst verfällt das Gebäude bis zum kompletten Einsturz.“

Der Wirtschaftsförderer kündigte an, demnächst werde die WWS mit den politischen Gremien und der Stadtverwaltung unterschiedliche Nutzungskonzepte diskutieren. Die Freilegung und langfristige Sicherung des Restes des historischen Gebäudes verschaffe allen Beteiligten mehr Zeit und biete möglichen Investoren einen attraktiveren Blick auf die noch vorhandene Bausubstanz.

Hafenfest im nächsten Jahr 

Nach Abschluss der Sicherungsarbeiten und der Beseitigung des Bauschutts plane die WWS, im kommenden Jahr ein Hafenfest auf dem Gelände der Weserumschlagestelle zu veranstalten, sagte Bilstein.

Das Hafengrundstück gehört seit langem der WWS, es wird genutzt, um Schwergüter auf Schiffe zu verladen oder die Fracht zu entladen. Parallel zur Gebäudesicherung wurde an der Verladestelle auch Unkraut beseitigt.

Künftig soll, wenn sich der Plan verwirklichen lässt, auf einem Grundstück am ehemaligen Wasserübungsplatz in Gimte ein Schwergutterminal gebaut werden.

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