Kunden sind verunsichert

Runder Tisch Corona will klare Regeln für Betriebsöffnungen in Hann. Münden

Blick auf die Stadt Hann. Münden von der Tillyschanze
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In der Stadt Hann. Münden gibt es einen Runden Tisch zum Thema Corona.

Hann. Münden – Die Mitglieder des Runden Tisches Corona fordern die Verwaltung auf, die wichtigsten Regeln, Quarantänemaßnahmen und potenziellen Infektionswege des Coronavirus zusammenzufassen und in mehreren Sprachen zu übersetzen.

Ziel sei es, alle Menschen in Hann. Münden mitzunehmen. Deswegen bitte der Runde Tisch auch sprachkundige Bürger um Hilfe.

Der Runde Tisch Corona hatte sich vergangenen Freitag erstmals getroffen, um über das weitere Vorgehen in der Coronakrise in Hann. Münden zu sprechen. Zentrale Themen waren Einzelhandel- und Gastronomie, Regeln im Schul- und Kita-Bereich, Sportvereine und ein Appell an die Bürger, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Das berichten die Mitglieder in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Kunden des Einzelhandels seien derzeit verunsichert, welche Regelung wo gelte und würden von einem Einkauf vor Ort eher abgehalten, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Deswegen sei eine klare Regelung notwendig.

Neue Coronaregeln des Landes sorgen für Durcheinander in der Stadt

Mit dem Click&Meet-Prinzip seien gute Erfahrungen gemacht worden. Die aktuelle Verordnung bedeute aber für die Händler einen Rückschritt, da Geschäfte, je nach Größe unterschiedliche Vorgaben hätten. Ebenfalls klare Regeln wünsche sich die Gastronomie. Als schwierig sähen die Gastronomen die unterschiedliche Behandlung von Einheimischen, Gästen und Touristen im Hotelbetrieb an. Wichtig seien auch für die Gastronomie günstige Öffnungszeiten der Teststationen, auch an Sonn- und Feiertagen.

In Schulen und Kitas herrsche Unverständnis darüber, dass die Bundesnotbremse nicht bei lokal hohen Inzidenzen greife, sondern der Landkreiswert entscheidend sei. Die Testpflicht solle möglichst auch auf die Kitas ausgeweitet werden. Außerdem wurden Luftfilteranlagen in Bildungseinrichtungen gefordert. Vertreter der Sportvereine verwiesen auf die Bedeutung von Bewegung für Kinder und Jugendliche. Das sei im Freien derzeit möglich und Erfahrungen zeigten, dass in dem Bereich keine Ausbrüche festgestellt würden.

„Der einzige, sichere Weg aus dem Lockdown geht über das konsequente Vermeiden von Infektionen. Wir wollen erreichen, dass Hann. Münden von einer Hochinzidenz- zu einer Niedrig-Inzidenz Kommune wird“, so die Mitglieder des Runden Tisches. Dazu sei es wichtig, dass sich jeder an die Regeln halte und die Testangebote in der Stadt nutze.  

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