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Kulturstaatsministerin Claudia Roth besucht DKKD in Hann. Münden

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Von: Hanna Maiterth

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Am Steinhaus im Eisen-Meurer-Ensemble: Kuratorin Lore Puntigam und Claudia Roth.
Am Steinhaus im Eisen-Meurer-Ensemble: Kuratorin Lore Puntigam und Claudia Roth. © hanna maiterth

Claudia Roth und Jürgen Trittin besuchten Kulturveranstaltung in Hann. Münden

Hann. Münden – „Ländliche Regionen können Kultur und Kunst, das beweist das Festival Denkmalkunst Kunstdenkmal (DKKD)“, mit diesen Worten bedankte sich Claudia Roth, Abgeordnete im Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen und Staatsministerin für Kultur und Medien, am Montag bei ihrem Besuch des Mündener Kulturfestival. Am späten Nachmittag besuchte die Grünen-Politikerin gemeinsam mit ihrem Parteikollegen, Jürgen Trittin, der Göttingen im Bundestag vertritt, die Kulturveranstaltung.

„Den Besuch finden wir toll“, sagte Frank Bebenroth vom DKKD-Team. „Wir sehen es als Zeichen, dass nicht nur die großen Veranstaltungen, Ausstellungen und Museen berücksichtigt werden.“ Denn insbesondere die kleinen Veranstaltungen in der Kultur, die sowieso schon von Ehrenamtlichen gestemmt würden, bräuchten Aufmerksamkeit und Geld.

„Die Kleinen sind wichtig, um eben jene Städte zu beleben, in denen sie stattfinden. So wie in Münden“, betonte Bebenroth. Es sei das erste Mal, dass die „große Politik“ das Kulturfestival besuche. Auch wenn die Landtagswahl am kommenden Sonntag der Treiber sein könne, freue man sich.

Für die Abgeordneten Roth und Trittin ging es begleitet von Lokalpolitikern und DKKD-Mitgliedern aufgrund des knappen Zeitfensters im Schnelldurchlauf durch die verwinkelten Gassen der historischen Altstadt und in zwei der Fachwerkhäuser, um schließlich den Rundgang im Rathaus zu beenden. Start war am Geschwister-Scholl-Haus.

Dort wurde das Mitmach-Kunstprojekt „Before I die –Bevor ich sterbe“ der US-amerikanischen Künstlerin Candy Chang besucht. Ein weiteres Ziel war das Eisen-Meurer-Ensemble mit Lagerhaus, Galerie und Steinhaus. „Aufgrund der Initiative der Anwohner konnten die ehemals leer stehenden Häuser gerettet werden“, erklärte Friedhelm Meyer, zweiter Vorsitzender der DKKD, den Besuchern. „2007 fing es damit an, dass in den ungenutzten Häusern gefeiert wurde.“ Im Steinhaus gab der Bildhauer und Künstler Stefan Link aus dem bayrischen Kallmünz einen kleinen Einblick in seine Arbeiten – aus Holz gefertigte Skulpturen.

Nach einem Abstecher zur Werrabrücke ging es dann zur „alten Apotheke“ in der Lange Straße. Das Haus mit der Nummer 20 gehöre noch zu den „Sorgenkindern“, denn es steht außerhalb der DKKD leer, so Meyer. Und sagte allgemein zu diesem Thema: „Es ist ein Problem, wenn nur Geld rausgezogen und keins reingesteckt wird.“

In dieser Woche hauchen eine Reihe von Künstlerinnen und Künstler dem Gemäuer Leben ein. Wie etwa Anne Thoss. Unter dem Motto „Eure Suppe ess ich nicht!“ zeigt ihre Installation Skulpturen, verschiedene Menschheitssünden als Speisen auf Tellern. Zum Abschluss der Tour wurde die Kinderausstellung im Rathaus besucht.

Kuratorin Lore Puntigam war nicht nur maßgeblich am Auswahlverfahren der diesjährigen Kunstschaffenden beteiligt, sie hatte auch den Rundgang für den politischen Besuch zusammengestellt. „Es gab Wünsche, die ich in die Planung eingebunden habe.“ Künstlerinnen hätten Roth und Trittin sehen wollen und, aufgrund der knappen Zeit, um eine kleine Tour, gebeten. (Hanna Maiterth)

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