Erste Ratssitzung nach Coronapause

Samtgemeinde beschließt Aussetzung der Kita-Beiträge während Pandemie

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So bunt wie auf diesem Bild wird es im Dransfelder Erlebnisbad in diesem Jahr wegen der Corona-Krise ganz sicher nicht zugehen können - wenn es denn überhaupt seine Pforten öffnet.  archivFoto

Letzten Donnerstag trafen sich die Samtgemeinderats-Mitglieder Dransfeld zum ersten Mal seit dem 19. März.

Auch dieses Mal war der Treffpunkt coronabedingt die Stadthalle Dransfeld, wo sich die Anwesenden auf Abstand hinsetzen konnten. Themen an diesem Abend waren die Kita-Gebühren, das Erlebnisbad und Ernennungen und Ehrungen bei den Feuerwehren.

Kita-Gebühren

Eltern, die ihre Kinder derzeit wegen der Coronapandemie zuhause selbst betreuen, weil die Kindergärten geschlossen sind, brauchen keine Beiträge zu bezahlen. Das beschlossen die Mitglieder des Samtgemeinderates einstimmig.

Die Beiträge werden für betroffene Eltern ausgesetzt, bis ihre Kinder wieder regulär im Kindergarten oder im Hort betreut werden können“, sagte Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. Auch wenn der Betrieb in den beiden Einrichtungen in Dransfeld sowie denen in Jühnde, Scheden, Bühren und Löwenhagen aktuell nach und nach wieder hochgefahren werde, sei mit einem Normalbetrieb frühestens am 1. August zu rechnen. „Eltern, deren Kinder bis dahin an der Notbetreuung teilnehmen, sind von der Beitragsfreiheit natürlich ausgeschlossen“, so Eilers.

Erlebnisbad

Auch wenn es in den kommenden Tagen immer wärmer wird und die Meteorologen sogar sommerliche Temperaturen vorhersagen, wird es für die Menschen in der Samtgemeinde Dransfeld wegen der Corona-Krise vorerst nichts mit einem Besuch in ihrem Erlebnis-Freibad. „Unter den bislang bekannten Rahmenbedingungen kommt ein Schwimmbadbetrieb für uns nicht infrage“, sagte Bürgermeister Mathias Eilers am Donnerstag. Seinem Bericht zufolge hatte die niedersächsische Landesregierung einige Tage zuvor die Öffnung von Freibädern unter Einhaltung strengster Hygiene- und Abstandsregeln gestattet. „Demnach wäre aber nur ein reiner Sportbetrieb möglich, bei dem die Schwimmer mit großem Abstand zueinander im Kreis ihre Bahnen ziehen müssten und sich gegenseitig nicht überholen dürften“, so Eilers.

Da es für die Überwachung der Regeln einerseits noch mehr Personal bedürfe, man andererseits aber noch gar keine konkreten Vorgaben in puncto Duschen und Toiletten habe, bleibe das Bad vorerst geschlossen. „Wir sind schließlich in erster Linie ein Erlebnisbad und kein Sportbad“, so der Bürgermeister.

„Natürlich wollen wir bei heißem Wetter das Bad öffnen, damit vor allem Familien mit ihren Kindern dort Spaß haben können“, betonte Eilers. „Aber wenn gerade das nicht möglich ist, dann verzichten wir lieber darauf.“ Was die Vorbereitungen für die Badesaison angehe, sei man bestens vorbereitet. „Wir könnten morgen starten“, so Eilers. Ob und wann es aber tatsächlich losgeht, steht wegen Corona erst mal in den Sternen.

Feuerwehren

In der Samtgemeinde Dransfeld bekommen in diesem Jahr zwei Freiwillige Feuerwehren neue Ortsbrandmeister. Ihre Ernennungen wurden während der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates ebenso beschlossen wie die ihrer Stellvertreter.

In Löwenhagen übernimmt Simon Kühne am 1. Juni den Posten des Ortsbrandmeisters von Frank Bete, der sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Neue stellvertretende Ortsbrandmeisterin wird Maren Federkeil.

Ebenfalls zum 1. Juni wird Alexander Schob neuer Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Meensen. Er folgt auf Matthias Kesselhut, der sein Amt nach 18 Jahren niederlegt. Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister in Meensen wird Patric Mäurer. Für eine weitere Amtszeit vom Samtgemeinderat bestätigt wurden Stefan Göbert (Ortsbrandmeister Dankelshausen) und Peter Kleinhans (stellvertretender Ortsbrandmeister Imbsen). Imbsens bisheriger Ortsbrandmeister Ulf Köhler, der sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen. Einen Nachfolger für ihn gibt es noch nicht. Für die kommenden sechs Jahre zum stellvertretenden Gemeindebrandmeister ernannt wurde der Dransfelder Carsten Degenhardt, der damit den aus dem Amt geschiedenen Bührener Holger Kamm beerbt.

Aufgrund ihrer langjährigen Dienste beschloss der Samtgemeinderat, fünf Feuerwehrleute zu Ehrenbrandmeistern zu ernennen: Frank Bete (Löwenhagen), Ralf Gerke (Ellershausen), Matthias Kesselhut (Meensen), Jürgen Zöller (Varlosen) und Holger Kamm (Bühren).

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