Samtgemeinde Dransfeld will für 30 Krippenplätze bauen

Kindergarten als Kita-Express. Archivfoto: Schröter

Samtgemeinde Dransfeld. Der Fördertopf des Landes wird immer leerer, jetzt ist Eile geboten: Die Samtgemeinde Dransfeld muss in absehbarer Zukunft 30 neue Krippenplätze schaffen.

Das geht nur mit einem Neubau, alle Räume in vorhandenen Einrichtungen sind belegt. Um bauen zu können, ist die Samtgemeinde aber auf den Zuschuss angewiesen, den das Land Niedersachsen aus Basis einer Vereinbarung gewährt, die zwischen Bund und Ländern besteht.

Mit 700.000 Euro ist die Baumaßnahme der Samtgemeinde im Doppelhaushalt 2016/2017 veranschlagt, 360.000 davon sollen vom Bund kommen, weitere 60.000 vom Landkreis Göttingen.

Nun habe aber die Landesschulbehörde, über die die Anträge laufen, darauf hingewiesen, dass der Fördertopf, der für die kommenden beide Jahre angelegt ist, schon im kommenden Jahr ausgeschöpft sein könnte - es gehen sehr viele Anträge auf Förderung ein. Also heiße es: Schnell sein mit der Antragstellung, so Eilers.

Darum wurde das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung der Schulausschusssitzung am Donnerstag genommen. Noch brauche man keine genauen Pläne, aber Größe und Umfang müssten festgelegt werden, um mit diesen Daten den Förderantrag stellen zu können, erläuterte Eilers.

Die Verwaltung schlug vor, den Neubau auf dem Grundstück zwischen der Kindertagesstätte St. Martini und der Sporthalle in Dransfeld, Hoher-Hagen-Straße, zu errichten. Das Grundstück gehört der Samtgemeinde. Die Krippe könnte dann organisatorisch an die bestehende Kita angegliedert werden. Außerdem hätte man dann die Möglichkeit, die Kinderbetreuungseinrichtungen sowie die Grundschule über eine zentrale Anlage zu beheizen, was Kosten senken würde.

Mit einem einstimmigen Ja begrüßte der Schulausschuss diesen Vorschlag. Der Samtgemeindeausschus tage am 3. Dezember, so Eilers weiter, und könne dann den Antrag vorbereiten.

Schon in diesem Jahr hatten die Anmeldungen die Zahl der vorhandenen Krippenplätze überschritten, eine Zwischenlösung schaffte kurzfristig Abhilfe: Die Hortgruppe der Grundschule zog aus ihrem Pavillon ins Erdgeschoss der Schule um, die Ganztagsgruppe der Kita St. Martini nutzt nun den Pavillon, sodass der Gruppenraum der Kita frei wurde für die Krippenkinder.

Mehr geht nun aber nicht mehr, und: Sobald an der Grundschule Inklusionskinder eingeschult werden, müssten dort Klassen geteilt werden, dann bräuchte die Schule ihre Räume wieder selbst.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.