Zu viel Nitrat, Phosphor und Salz im Wasser

Sauberkeit von Fulda, Werra und Weser: Noch sehr viel Arbeit

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Hann. Münden/Norden. Auch Fulda und Weser sind neben der Werra nicht so sauber, wie es die Wasserrichtlinien vorsehen.

Der Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Achim Stolz, erklärt auf Anfrage: „Wir haben eine Belastung der drei Flüsse."

Die Behörde im ostfriesischen Norden untersucht unterschiedliche Parameter der Flüsse, wie etwa Sauerstoffgehalt, Chlorid, ph-Wert, Nitrat und Phosphor. Das gilt im Raum Münden für die Fulda und die Weser. An der Werra hat das Amt keine Messstelle, hier untersucht das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie. Im Vergleich zu anderen Flüssen in Niedersachsen seien aber Weser, Fulda und Werra keine wirklichen Problemgebiete. Diese liegen im Westen, etwa in der Ems oder der Hunte, einem Nebenfluss der Weser.

Zwar gibt es etwa bei Nitrat und Phosphoreinträgen laut dem Amt in Norden eine „signifikant sinkende Tendenz“. Dennoch sind auch die heimischen Flüsse noch von den Zielen entfernt, die das Bund-Länder-Messprogramm vorsieht. Beispiel Gesamtstickstoff (Nitrat) im Wasser. In der Fulda wurden 2013 im Schnitt 3,5 Milligramm pro Liter gemessen, das Ziel liegt laut Rahmenrichtlinie bei 2,8 Milligramm. Die Weser hatte 2013 einen Durchschnittswert von 3,8 Milligramm je Liter. Auch die Phosphorbelastung ist noch nicht da, wo der Richtwert (0,1 Milligramm) liegt. In der Fulda wurden 2013 durchschnittlich 0,15 Milligramm gemessen, in der Weser 0,16.

Die Werra steht nicht zuletzt wegen des Kaliabbaus und der damit verbundenen Salzfracht im Blickpunkt, die auch die Weser belastet. Eugen Thielen vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie sagt: Die Werra sei noch weit davon entfernt, in einen guten ökologischen Zustand zu kommen. Der Zielwert für Chlorid liege bei 200 Milligramm pro Liter, im thüringischen Gerstungen betrage er im Schnitt noch 1200 Milligramm.

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