Wirtschaftsförderer will langfristige Lösungen

Sch(l)aufenster gegen Leerstand in Hann. Münden 

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Infos statt Leere: In einem Sch(l)aufenster in der Rosenstraße präsentiert sich der Förderverein Mündener Altstadt. Reinhard Müller sucht derzeit wieder neue Fenster, in denen auch andere Vereine sich und ihre Arbeit vorstellen können.

Hann. Münden. Nach mehreren Umzügen und Veränderungen fällt der Leerstand in der oberen Langen Straße in Hann. Mündens Altstadt gerade besonders ins Auge.

Der Förderverein Mündener Altstadt und die Wirtschaftsförderung Hann. Münden arbeiten daran, das zu ändern: Der Verein will für die Übergangsphase mit Sch(l)aufenstern Hingucker schaffen, wo sonst dunkle Fensterhöhlen wären. Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley versucht indes, mit vielen persönlichen Gesprächen Brücken zu bauen, um langfristig Lösungen zu finden.

Auch der neue Wirtschaftsförderer sieht sich mit einem alten Problem konfrontiert: Filialisten wollen mindestens 250 Quadratmeter Verkaufsfläche, haben bestimmte Anforderungen an die Lage, an Innenhöhe und Barrierefreiheit – Bedingungen, die mit einzelnen kleinen Ladenflächen nicht zu erfüllen sind.

„Wenn es gelingt, mehrere Eigentümer an den Tisch zu bekommen und ein bis zwei Flächen dieser Größenordnung aus dem Bestand zu entwickeln, wären wir einen Schritt weiter“, sagt Vogeley. Ein neues attraktives Einkaufsangebot in der Stadt hätte eine Sogwirkung, von der der Handel insgesamt profitieren könnte.

Dass bis dahin dicke Bretter zu bohren sind, ist auch dem neuen Wirtschaftsförderer klar, der die Lage realistisch betrachtet, die Herausforderung aber nicht scheut. Er hat begonnen, auf der Grundlage eines Leerstandskatasters, mit möglichst allen Eigentümern leer stehender Häuser persönlich zu sprechen.

Mit dem Förderverein Mündener Altstadt arbeitet Vogeley dabei Hand in Hand, unterstützt dessen Sch(l)aufenster-Initiative und hat gerade Kontakte vermittelt. Reinhard Müller vom Förderverein ist derzeit dabei, wieder neue Hausbesitzer als Sch(l)aufenster-Gastgeber zu gewinnen. Die meisten der bisherigen Sch(l)aufenster waren in gewerbliche oder karitative Nutzung übergeben worden. 

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