"Bauwerk ist gefährdet"

Schäden entdeckt: Große Weserbrücke muss neu gebaut werden

Die Weserbrücke

Hann. Münden. Die große Brücke über die Weser in Hann. Münden ist marode. Deswegen muss das Bauwerk erneuert werden. Das bestätigte der Leiter des Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen, Udo Othmer.

Über die Brücke, Bestandteil der Bundesstraße 3, fahren täglich tausende von Verkehrsteilnehmern. Bei einer Untersuchung wurden Schäden festgestellt. Othmer sagt: „Das Bauwerk ist gefährdet.“ Daher sei die Entscheidung für einen Neubau gefallen. Die Brücke stammt aus dem Jahr 1961. In der damaligen Zeit seien Stahlsorten verwendet worden, die dauerhaft nicht stabil seien. Unter dem Einfluss von Feuchtigkeit korrodiere der Stahl, so Othmer, wird also angegriffen und allmählich zerstört. Eine akute Gefahr für den fließenden Verkehr bestehe aber nicht.

Nach dem Neubau der Löwenbrücke in Hann. Münden, der derzeit in Gang ist, wird es das zweite große Verkehrsvorhaben in der Dreiflüssestadt sein. Innerhalb der nächsten vier, fünf Jahre müsse der Neubau realisiert sein, sagt der Chef des Bad Gandersheimer Amtes. Die Kosten werden derzeit auf ungefähr vier bis fünf Millionen Euro geschätzt. Der Bund, sagt Othmer, trage die Kosten allein.

Wie das Großprojekt umgesetzt wird, steht noch nicht fest. „Unser Bestreben ist, dass der Verkehr auch bei den Bauarbeiten dauerhaft fließt“, sagt Othmer. Welche Bauvariante man wähle, stehe noch nicht fest. So sei es beispielsweise denkbar, eine neue Brücke zu bauen, die dann an die Stelle des alten Bauwerks verschoben werde. Die jetzige Brücke werde auf jeden Fall abgerissen, so Othmer.

Von Axel Welch

Kartenansicht: Die Große Weserbrücke

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.