Schimmelsanierung: Sittig kritisiert Enthaltungen

Derzeit geschlossen: Das Dorfgemeinschaftshaus in Bonaforth. Im Herbst 2014 war dort Schimmel festgestellt worden. Unser Bild zeigt den Blick vom Kinderspielplatz aus, wo gestern auch Daniela Barbknecht mit ihren Kindern unterwegs war. Sie hofft wie andere Mütter, dass der Kindergarten bald wieder geöffnet werden kann. Die Kinder werden derzeit in Neumünden betreut. Foto:  Maaß

Bonaforth. Enthaltung bedeute Nein zum Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses. So kommentierte Ortsbürgermeister Roland Sittig das Abstimmungsverhalten von vier Ratsmitgliedern.

Roland Sittig, Ortsbürgermeister von Bonaforth, hat die Enthaltungsentscheidung von vier Ratsmitgliedern kritisiert, als es im Stadtentwicklungsausschuss um die Entscheidung ging, Geld für die Sanierung des wegen Schimmelbefalls geschlossenen Dorfgemeinschaftshauses (DGH) bereitzustellen.

Wie berichtet, entschied der Ausschuss mit der Mehrheit des SPD-Stimmen, dass rund 250 000 Euro, die für die Stadt Hann. Münden aus dem Investitionshilfeprogramm des Landkreises Göttingen bereit stehen, für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Bonaforth genutzt werden sollen. Enthalten haben sich die vier Ratsmitglieder aus den Fraktionen von CDU, Bürgerforum und Grünen.

„Dies bedeutet im Ergebnis leider nichts anderes, als die Ablehnung des Erhalts der Dorfgemeinschaftsanlage, des Integrativen Kindergartens und der Freiwilligen Feuerwehr Bonaforth“, schreibt Sittig in Briefen an die Fraktionen von CDU und Bürgerforum, die unserer Zeitung vorliegen.

„Die Folge wäre der Abriss der Anlage mit allen Kosten und Folgekosten, die Zerstörung einer dörflichen Gemeinschaft und ihrer Vereine und die Gefährdung des städtischen Brandschutzes“, so Sittig weiter.

„Der Integrative Kindergarten mit Bewegungsraum und ausreichender Freifläche müsste an einer anderen Stelle im Stadtgebiet neu gebaut werden. Das Kultusministerium schreibt die Verfügbarkeit entsprechender Betreuungsplätze für die Stadt Hann. Münden verpflichtend vor! Es gibt keine vorhandene Einrichtung, die diese Vorgaben erfüllt und an die man eine solche Einrichtung angliedern könnte.“ Sollte das DGH abgerissen werden, müsste auch ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden, so Sittig.

Die wirtschaftliche Alternative zur Sanierung, Abriss und Neubau eines DGH, ist für die Stadt in den nächsten Jahren aus Kostengründen nicht zu stemmen. Das hat die Stadt bereits im Vorfeld deutlich gemacht.

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