Sch(l)aufenster in der Mündener Altstadt

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Viele Angebote unter einem Dach: Der Bürgertreff stellt sich in der Schmiedestraße zusammen mit dem Nähcafé für Frauen vor.

Hann. Münden. Der Förderverein Mündener Altstadt stellt seine Initiative Sch(l)aufenster vor: Leere Schaufenster werden von Vereinen, Gruppen und Künstlern gestaltet.

Statt blind und dunkel sind sie jetzt bunt und bieten eine Menge Informationen: Die „Sch(l)aufenster“ in der Mündener Altstadt. Die ersten neun Standorte stellt der Förderverein Mündener Altstadt vor, weitere sollen folgen.

Die Idee: In den Schaufenstern leer stehender Läden präsentieren sich Vereine, Gruppen und Künstler. Davon haben alle etwas: Die vormals tote Fensterhöhle wird mit Leben gefüllt, sodass das ganze Haus attraktiver wirkt. Die Gruppen haben eine Plattform, um ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Einheimische und Touristen blicken in liebevoll gestaltete Fenster. Das Stadtbild wird insgesamt aufgewertet.

Die ersten Fenster sind fertig: Hier (von links) Patricia Kenar und Reinhard Müller vom Förderverein Mündener Altstadt, Hans Jürgen Kettler (Bürgerinitiative Sch(l)aufenster Einbeck), Dagmar Horst und Angelika Deutsch vom Doktor-Eisenbarth-Theater sowie Karin Gille-Linne vom Arbeitergeschichtsverein mit Unterstützer Jens Steinhoff von den VHM vor dem Sch(l)aufenster in der Langen Straße 82.

Doch vor den ersten Deko-Ideen stand eine echte Fleißarbeit, berichtet Reinhard Müller, der Sch(l)aufenster-Organisator im Förderverein. „Zuerst sind wir durch die Stadt gegangen und haben alle Adressen mit leeren Schaufenstern aufgeschrieben.“ Etwa 60 seien dabei zusammengekommen. Dann galt es, die Hausbesitzer und Ansprechpartner ausfindig zu machen. Das sei gar nicht so einfach gewesen: Viel Telefonieren, aber auch Briefe- und E-Mails-Schreiben folgten, nicht immer gab es eine Antwort. Einige Objekte seien auch vermietet und stünden nicht zur Verfügung, auch wenn sie aktuell leer seien.

Vereine auf Warteliste

Auf der anderen Seite meldeten sich schon viele Vereine, die gerne Schaufenster nutzen wollten.

Als jetzt die ersten neun Vereinbarungen mit den Hauseigentümern standen, sei alles sehr schnell gegangen: Die Vereine reagierten fix, putzten und bestückten ihre Fenster. Diesen Monat werde er noch weitere Gespräche führen, so Müller. Sechs oder sieben Interessenten stehen auf einer Warteliste, sie könnten direkt die nächsten Fenster dekorieren. Er frage jetzt auch bei genutzten Läden an: Dort gibt es mitunter Fenster, die nur zugehängt sind, weil sich dahinter Lagerräume befinden. Auch diese könnte man als Sch(l)aufenster aufwerten.

Bisher präsentieren sich der Arbeitergeschichtsverein (Lange Straße 82), die Stadtführergilde (Lotzestraße), der Förderverein Mündener Altstadt (Rosenstraße 6), die Doktor-Eisenbarth-Spielgruppe (Rosenstraße 10/12), der Verein Bürgertreff und das Nähcafé der Diakonie sowie der Konzertchor Münden (Schmiedestraße 7). Die Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk haben kurzfristig verfügbare Fenster in der Langen Straße 23 bekommen, und die Fördergemeinschaft Tillyschanze zieht optisch mit in die Rosenstraße 10/12 ein. (tns)

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