Landtagsabgeordneter kritisiert Christdemokraten

Schminke: Schifffahrtsamt hat Edersee mit im Blick

Hann. Münden. „Egoistisches Denken" wirft der Mündener Landtagsabgeordnete Ronald Schminke (SPD) hessischen CDU-Politikern im Zusammenhang mit dem Edersee vor.

Die Christdemokraten, namentlich der Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon, betrieben einseitig Stimmung für Bootsverleiher und touristische Betriebe am Edersee, meint Schminke.

Er hält das angesichts einer funktionierenden Bewirtschaftung des Edersees durch das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) für nicht hinnehmbar.

Aus niedersächsischer Sicht sei das Wassermanagement am Edersee in geordneten Bahnen, weil in den vergangenen Jahren sowohl die wirtschaftlichen Interessen einer beschiffbaren Weser als auch die touristischen Ziele am Edersee durch das WSA sehr umsichtig und ausgewogen berücksichtigt worden seien. Schminke: „Das WSA hat die Interessen aller Akteure immer fair koordiniert.“

Der Abgeordnete betont, der Edersee habe zuallererst die Aufgabe, den Wasserstand der Oberweser auszugleichen. Wenn Bundestagsabgeordneter Viesehon darauf verweise, dass schon jetzt acht bis zehn Schiffstransporte jährlich „richtig weh tun“, dann verkenne er das Interesse der hessischen Firmen an einem Schiffstransport.

Schminke: „Herr Viesehon ist Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags. Er sollte zuerst nachdenken und dann reden, denn es sind insbesondere hessische Unternehmen, die ihre Schwerlastgüter auf der Weser transportieren. Es sind hessische Arbeitsplätze, hessische Kaufkraft bei den Arbeitnehmern und die Unternehmen zahlen in Hessen ihre Gewerbesteuern.“

Völlig daneben sei die Forderung Viesehons, ein Flachschiff für Transporte auf der Weser zu entwickeln, da dieses flachgängige Schubschiff mit dem Namen Lavara bereits entwickelt und seit Oktober 2014 im Einsatz sei.

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