Beitrag für Geschichtswettbewerb 

Schüler filmen Herzogin

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Jonas Schulze, Lehrer Hans-Joachim Meyer und Jörn Helwig (von links) sind stolz auf den Film, den sie kürzlich eingereicht haben.

Hann. Münden. Zwei Schüler des Grotefend-Gymnasiums drehten einen Film über Herzogin Elisabeth. Sie  reichten ihn ein für den Geschichtsbewettbewerb des Bundespräsidenten. 

"Es begann damit, dass unser Geschichtslehrer Hans-Joachim Meyer eine Geschichtswerkstatt als Arbeitsgemeinschaft anbot; mit dem Ziel, Beiträge für den Geschichtsbewerb des Bundespräsidenten zu erarbeiten", berichtet Jonas Schulze. „Für uns stand von vornherein fest, dass wir zu zweit einen Film drehen wollten“, ergänzt Jörn Helwig. Die Kameraausrüstung hatten sie sich von Jonas‘ Vater geliehen.

Nachdem dann das Hauptthema „Religion macht Geschichte“ bekannt war, suchten alle fünf Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft, von denen letztendlich nur die 15-jährigen Grotefend-Gymnasiasten der Klasse 10b, Jonas und Jörn, durchgehalten haben, ein passendes und auch interessantes Thema aus der Mündener Geschichte. Elisabeth von Göttingen-Calenberg (1510-1558) war die Favoritin. Dies erschien den beiden anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation sehr passend. Aus dem Archiv der Stadt und beim Googeln gab es reichlich Stoff, aus dem dann das Drehbuch entstand.

Dann galt es, Darsteller mit historischen Kostümen zu finden. „Es war ein regelrechter Glücksfall, dass sich nach einem redaktionellen Aufruf in der Mündener Allgemeinen die Stadtführerin Marianne Langefeld bei uns meldete“, sagt Jonas. „Sie wurde zu unserer wichtigsten Unterstützerin.“

Sie half beim Umsetzen der Informationen in sechs Szenen, die in dem fertigen Dokumentarfilm das Leben der Herzogin Elisabeth und ihr entschiedenes Wirken für die Reformation darstellen sollten.

Auch half sie beim Umsetzen der Dialoge in die Sprache der damaligen Zeit und knüpfte Kontakte zwischen den Jungs und den anderen Stadtführerinnen, die als Akteure mitwirkten und natürlich auch ihre Rollen lernen mussten. Die beiden Drehtage in verschiedenen Räumen im Schloss, der Blasius-Kirche und dem Schlossplatz wurden in die Zeugnisferien gelegt.

Nachdem alles „im Kasten“ war, mussten die 300 Minuten Aufnahmezeit auf 45 Minuten Sendezeit reduziert werden. Dabei merkten die Filmemacher schnell, dass das Bearbeiten und Schneiden eines solchen Films kein Kinderspiel ist. Es war ein Sprung ins kalte Wasser, rund 100 Stunden benötigten sie dafür.

„Die ganze Wettbewerbszeit war eine Erfahrung für unser Leben. Wir haben nicht nur fabelhafte Schauspieler und Helfer, sondern einfach tolle Menschen kennengelernt. Dafür sind wir allen Beteiligten sehr, sehr dankbar“, resümierten die Schüler am Ende. Jonas und Jörn könnten sich vorstellen, in dieser Richtung einen Berufsweg einzuschlagen (zpy) 

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