Schulabschluss unter Coronabedingungen

Schüler in Niedersachsen schreiben ihre Haupt- und Realschulprüfungen

In der Sporthalle der Schule am Hohen Hagen in Dransfeld werden zur Coronazeit Abschlussarbeiten geschrieben.
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In der Sporthalle der Schule am Hohen Hagen in Dransfeld werden zur Coronazeit Abschlussarbeiten geschrieben.

Altkreis Münden – In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch schreiben 76 600 Schüler der neunten und zehnten Jahrgänge in Niedersachsen aktuell ihre Abschlussprüfungen.

Laut Kultusministerium betrifft das im Landkreis Göttingen 1080 Schüler der neunten und 1420 Schüler der zehnten Klassen. Wie bereits beim Abitur vor einigen Wochen gelten für Schüler und Lehrkräfte an Haupt-, Real-, Ober- und Berufsbildenden Schulen in diesem Jahr besondere Coronaregeln.

Die 26 Realschüler an der Oberschule Dransfeld schreiben ihre Abschlussprüfung in der Turnhalle, berichtet Schulleiter Mark Bödefeld. Die jeweils 12 Schüler der neunten und der zehnten Hauptschulklasse schreiben in ihren Klassenräumen. Alle hätten sich vor der Prüfung getestet. „Die Durchführung ist komplizierter, aber das hatten wir letztes Jahr auch schon“, sagt Bödefeld. Die Lehrkräfte hätten die Prüfungen bereits vorher einsehen und die Aufgaben bei Bedarf an den Lernstand der Schüler anpassen können. Denn dieser könne aufgrund der Pandemie von Schule zu Schule anders ausfallen. „Das war eine faire Regelung“, sagt Bödefeld.

An der Drei-Flüsse-Realschule Hann. Münden besuchen 51 Schüler die Abschlussklassen, informiert Schulleiterin Johanna Jesionowski. Die Klassen wurden halbiert und die Gruppen auf zwei Räume aufgeteilt, um Abstand zwischen den Tischen zu ermöglichen. Die Fenster bleiben wenn möglich geöffnet, Masken können abgesetzt werden. Die Schüler der anderen Klassen werden in anderen Teilen des Gebäudes unterrichtet. „Für jede Prüfung wurde ein Test ausgeteilt und den haben alle Schüler gemacht“, sagt die Schulleiterin.

Sie findet es richtig, dass die Prüfungen nicht ausfallen, wie es der Landesschülerrat vor Beginn der Prüfungen in Niedersachsen gefordert hatte. „Jugendliche in diesem Alter sollten diese Prüfungserfahrung unbedingt machen. Das ist ein besonderes Ereignis und das sollte ihnen nicht vorenthalten werden“, sagt Jesionowski. Die Schüler seien gut vorbereitet gewesen, bei Bedarf hätten Lehrer zusätzlichen Unterricht angeboten, auch per Videokonferenz.

An der Werra-Realschule in Hann. Münden schreiben 33 Schüler ihre Prüfungen, sagt Schulleiter Dr. Frank Müller-Baete. Normalerweise finden die Prüfungen in der Aula statt. Um die Abstände einzuhalten, sitzen dort in diesem Jahr 21 Schüler und 12 weitere in einem größeren Klassenraum. „Sie sind gut vorbereitet. Die zehnten Klassen hatten durchgängig Unterricht in den Hauptfächern“, so Müller-Baete. Coronabedingt sei die mündliche Prüfung in einem Nebenfach in diesem Jahr nicht verpflichtend. Wenn durch eine freiwillige mündliche Prüfung eine Note verbessert werden kann, besprächen die Lehrer das mit den Schülern.

Für die Prüfung sei kein Coronatest gemacht worden, weil die Schüler derzeit im Wechselunterricht zwei Mal wöchentlich getestet werden. An der Schule am Botanischen Garten in Hann. Münden schreiben 74 Schüler ihren Haupt-, Real- oder Förderschulabschluss, so Schulleiter Uwe Leibecke. Auch hier werden größere Unterrichtsräume für Prüfung einzelner Lerngruppen genutzt.

Die Abschlussprüfungen an den Berufsbildenden Schulen Hann. Münden finden zu einem späteren Zeitpunkt statt.

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