Kreative Projektwoche 

Mündener Schüler werden zu Graffiti-Künstlern

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Kreative Arbeit: Birgit Henze (Kursleiterin Fachwerk erleben und Lehrerin der Schule) (Mitte) mit Lisa Meyer (links) und Sinja Mundt.

„Gestern-Heute-Morgen-Denkmal“, so lautete das Motto der Projektwoche der Hann. Mündener Schule am Botanischen Garten. Die Schüler wurden kreativ. 

Klassenübergreifend konnten die 186 Schüler aus zwölf Klassen zwischen zwölf verschiedenen Angeboten wählen. Eingebunden wurde das Thema Denkmalkunst, schon deshalb weil einige Veranstaltungen des Festivals während der Projektwoche in der Aula der Schule stattgefunden haben.

Graffiti-Künstler unterstützten die Schüler

„Bereits im Februar haben wir mit den Planungen begonnen“ berichtete Schulleiter Uwe Leibecke. Nach der Projektwoche wurden die Ergebnisse an einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Nicht nur Eltern der Schüler und Interessierte waren gekommen. Einer Einladung der Schule waren 150 Viertklässler der Mündener Grundschulen gefolgt. Eine Besonderheit war die Neugestaltung der Schulmauer. Da wurden zwei professionelle Graffiti-Künstler hinzugezogen. „Sie haben den Kursteilnehmern die Sprühkunst nahe gebrachte, angefangen beim richtigen Umgang mit den Sprühdosen, über das Skizzieren der Motive bis hin zum Sprühen“ erzählte Lehrerin Martina Herzmann. Die Ideen der Motive stammen von den Schülern, die sie dann zusammen mit den Profis in die Tat umgesetzt haben. „Es war gar nicht so einfach, die Flächen auszufüllen und die Konturen sauber hinzubekommen“, erklärte die Schülerin Leyla Özates. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Mauer ist ein echter Hingucker geworden. Entsprechend wurde sie am Tag der offenen Tür von den Besuchern bewundert.

Finanziert wurden Materialien und die Graffiti-Künstler aus dem Budget des Vereins DenkmalKunst.

Fachwerk als traditionelles Handwerk

„Fachwerk erleben“ war ein weiteres Thema der Projektwoche. Dazu stand für die Teilnehmer im Vorfeld eine Führung durch einige Dachstühle der Stadt wie Rotunde und Rathaus mit dem Denkmal- und Stadtbildpfleger Burkhard Klapp an. Unter der Leitung von zwei Zimmerleuten lernten die Schüler danach zwei Tage lang in der Werkstatt, wie beispielsweise eine Holzverbindung aussehen muss und sie stellten fest, dass dies ein traditionelles Handwerk mit fortschrittlichem Hightech-Wissen ist.

Schule im Wandel der Zeit

Drei Fachwerkhausmodelle wurden zerlegt und unter Anleitung der Fachleute von den Kursteilnehmern wieder zusammen gebaut. Mit der Schule im Wandel der Zeit hat sich eine weitere Gruppe beschäftigt. In mühevoller Kleinarbeit haben sie aus Papier die Schule am Botanischen Garten nachgebaut. Auf Fotos und Schriften war der Unterschied zu Schule früher und heute zu erkennen. So mussten die Schüler damals jeden Tag saubere Fingernägel zeigen. Schläge und Strafen waren an der Tagesordnung. Da gefalle ihm die heutige Schulform doch besser, stellte Dennis Hölzel fest.

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