Schule wird smart: Projekttage mit pfiffigem Thema an der Drei-Flüsse-Realschule

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Arbeiten am digitalen Schulalltag der Zukunft: Schüler der Drei-Flüsse-Realschule in Hann. Münden entwickeln eine moderne Form der Schnitzeljagd. Begleitet werden sie dabei von den Lehrern Susanna Faust und Dirk Schreiber (mittlere Reihe ganz links).   

Hann. Münden. Chatten über WhatsApp und Facebook, Bilder und Videos bei Instagram und Snapchat teilen – soziale Netzwerke sind aus dem Alltag vieler junger Menschen kaum wegzudenken. Bei den Projekttagen der Drei-Flüsse-Realschule in Hann. Münden benutzen Schüler ausnahmsweise auf Wunsch der Lehrer ihre Smartphones – aber anders, als sie es gewohnt sind.

 

 

An einer neuen Form der klassischen Schnitzeljagd arbeiten die Schüler mit ihren Lehrern Dirk Schreiber und Susanna Faust. Sie entwerfen eine Schulrallye für die Fünftklässler, damit diese zu Beginn des Schuljahres ihre Schule erkunden können. An verschiedenen Stationen, vom Schulkiosk über den Werkraum bis hin zum Sekretariat, werden sogenannte QR-Codes (Beispielbild links) aufgehangen. QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die mit Smartphones und Tablets gescannt werden. Dahinter versteckt können Texte, Bilder, Internetadressen oder Kontaktdaten sein. An den Stationen können Schüler dann zum Beispiel erfahren, was beim Kiosk im Angebot ist, wer den Schlüssel für den Werkraum hat oder wie sie den Hausmeister erreichen. Die Möglichkeiten der Interaktion sind zahllos.

„Diese Technik können wir auch im Geschichts- und Erdkundeunterricht benutzen. Eine Stadtführung wird dadurch interaktiv und ist in kein starres Programm gezwängt. Auch auf Klassenfahrten könnten die Schüler dann frei entscheiden, wann sie welchen Programmpunkt abklappern“, erklärt Schreiber. Der Motivation schade es sicher nicht, im Gegenteil. „Es ist hilfreich und macht Spaß“, sagt Schüler Florian Sallwey.

Geschwindigkeitsmessung: Apps können heute mehr, als nur Unterhaltung. Ganz einfach zu Bedienen sind sie aber nicht.

 

Mathe und Physik mal ganz praktisch erleben können die Schüler in der Gruppe von Christian Kraus. Sie benutzen verschiedene Applikationen (Apps) um Geschwindigkeiten, Entfernungen und Magnetismus zu messen.

„Die Geräte haben mittlerweile zahlreiche Sensoren eingebaut, die das möglich machen“, sagt Kraus. „Die Schüler sollen lernen, welche mathematischen und physikalischen Prinzipien, die durch die Apps veranschaulicht werden, hinter den Versuchen stecken.“

Zwar sind die Sensoren hoch entwickelt, im Praxiseinsatz hapert es allerdings noch, wie Louis Polej aus der 8. Klasse schnell herausgefunden hat: „Die Bedienung ist nicht so leicht, man muss genau drauf achten, das Handy richtig zu halten.“ Am Straßenrand versucht er die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos zu messen. Emilie Block (5. Klasse) ist weniger kritisch: „Ich finde, es klappt ganz gut. Mir war gar nicht bewusst, dass man so was mit dem Handy machen kann.“

Öffentliche Präsentation

Das Ergebnis ihrer Projekttage zeigen die Schüler am Dienstag, 20. Juni: Ab 17 Uhr findet in einem Rundgang die Präsentation der Projektergebnisse in der Drei-Flüsse-Realschule statt, es gibt auch Essen und Trinken. Alle Interessierten sind ins Schulgebäude eingeladen (Göttinger Straße 28, Hann. Münden).

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