Schulen im Altkreis ziehen vor den Herbstferien Bilanz

Schulen im Altkreis Münden ziehen vor den Herbstferien Bilanz : „Ein Stück Normalität“

Grotefend-Gymnasium: Bei einer Person in Verbindung mit der Schule wurde eine Infektion nachgewiesen.
+
Grotefend-Gymnasium in Hann. Münden.

Sieben Wochen Schule fanden zwischen Sommer- und Herbstferien statt. Wie empfanden Lehrer und Schüler im Altkreis Hann. Münden das? Was lief gut, was nicht? Wir haben nachgefragt.

Altkreis Münden – Für Schüler in Niedersachsen beginnen die Herbstferien. Damit gehen sieben Wochen Unterricht unter neuen Coronabedingungen zu Ende. Schulleiter aus dem Altkreis Münden berichten, wie Schüler und Lehrer die Zeit erlebt haben.

„Es ist ein Stück Normalität“, zieht Olaf Böhme, Schulleiter des Grotefend-Gymnasiums Hann. Münden, sein Fazit. Die Schüler empfänden das Lernen in Klassen entspannter als zu Hause. „Sie haben die Regeln gut drauf.“

Kohortenreglung sorgt für Sicherheit

An der einen oder anderen Stelle sei es nötig, sie auf das Einhalten der Kohorten-Regel hinzuweisen, wonach nur im Klassenverband Masken- und Abstandsregeln aufgehoben sind. Dafür gebe es mehr Aufsicht in den Pausen. Von den Lehrern habe er die Rückmeldung erhalten, dass das Abstandhalten nicht immer einfach falle.

Erfahrenes Personal sei gewohnt, in der Klasse herumzugehen und beispielsweise Hefte einzusehen. Böhme hofft, dass es nicht wieder zu einer Rückkehr zum Heimunterricht oder Wechselunterricht kommt.

Lehrer und Schüler glücklich, wieder in der Schule zu sein

Ähnliches berichtet Mark Bödefeld, Schulleiter der Oberschule in Dransfeld. Sowohl Lehrer als auch Schüler seien glücklich darüber, wieder in der Schule zu sein. In Dransfeld herrsche ein verhältnismäßig hohes Maß an Normalität, so weit es die geltenden Bestimmungen eben erlauben. „Natürlich ist es nicht das, was wir unter normalem Schulleben verstehen“, sagt Bödefeld, „aber unter den gegebenen Bedingungen klappt es hier ganz gut.“ Sein Fazit: „Es läuft besser als erwartet.“

In der Grundschule Hemeln habe aufgrund ihrer geringen Größe bereits während des Lockdowns ein enger Austausch mit den Eltern bestanden, berichtet Schulleiterin Daniela Banzhaf. In der Schule laufe der Regelbetrieb, die Lage sei „unspektakulär“. Für die Grundschüler sei es aber sehr schade, dass Ausflüge, Theaterbesuche und Klassenfahren auffallen müssen.

Stolz auf Disziplin der Schüler

„Wir sind sehr stolz, dass sich die Schüler gut an die Regeln halten“, sagt Schulleiterin Johanna Jesionowski von der Drei-Flüsse-Realschule in Münden. Am Anfang seien manche Schüler ängstlich gewesen, das habe sich aber gelegt.

Es gab Coronafälle an Schulen im Altkreis

Seit Beginn der Pandemie gab es zwei bekannte Fälle in Verbindung mit Schulen im Altkreis. Im Juni sollten 100 Kinder an der Oberschule Dransfeld unterrichtet werden. Die Rückkehr vom Heimunterricht zur Schule wurde verzögert, weil eine unbekannte Anzahl an Schülern Kontakt zu infizierten Personen hatte. Anfang September wurden wegen eines Falls 120 Personen am Grotefend-Gymnasium Hann. Münden in Quarantäne geschickt. Die Reihentests fielen negativ aus.

(Von Sarah Schnieder/Kim Henneking/ Jens Döll)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.