Schulen werden junge Flüchtlinge unterrichten

Hann. Münden. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) und die Hauptschule in Hann. Münden werden zum 1. November junge Flüchtlinge unterrichten. Die Schulen haben mit Zustimmung des Landkreises Sprachförderklassen beim Land beantragt.

Die Schulleiter Gerd Reddig (BBS) und Brunhilde Ulbricht (Schule am Botanischen Garten) stehen in engem Kontakt mit Stadt, Landkreis und der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen. Die Sozialarbeiter der Jugendhilfe betreuen im Auftrag des Landkreises 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in einem Gebäude der ehemaligen Kurhessenkaserne in Münden leben und bereits Deutsch lernen. Reddig berichtete, er habe bereits vor den Sommerferien vier Lehrkräfte für die Sprachförderklasse im Berufsvorbereitungsjahr beantragt. Bis dato habe er keine Rückmeldung. Wertvolle Zeit sei verstrichen, kritisiert der Schulleiter. Läge die Genehmigung vor, hätte er die Ausschreibung für die Stellen vorbereiten können. Schwerpunkte des Unterrichts werden Deutsch, Fachpraxis und Sport sein.

Rektorin Ulbricht sagte, die jungen Flüchtlinge lernten Deutsch und erhielten gemeinsam mit ihren deutschen Mitschülern Kunst- und Sportunterricht. Die Schule brauche dazu aber zusätzliche Lehrerstunden. Zu den von der BBS beantragten vier Lehrerstellen sagte die Sprecherin des Niedersächsischen Kultusministeriums, Susanne Schrammar, die Schule werde zusätzliche Lehrerstellen erhalten, sobald sie der Landesschulbehörde gemeldet habe, wie viele junge Flüchtlinge an den BBS angemeldet sind. Darüber sei die Schule am Freitag informiert worden. Ob es vier Lehrkräfte sein werden, hänge von der Schülerzahl ab.

Der erst vor wenigen Tagen eingegangene Antrag der Hauptschule werde noch bearbeitet. Da der Bedarf nachgewiesen wurde, habe die Schule zum neuen Schuljahr zusätzliche Lehrerstunden für die Sprachförderung erhalten und könne eine Sprachklasse einrichten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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