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Schwanenküken hatten auf einer Flussinsel ihre Eltern verloren

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Von: Petra Siebert

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Schwanenfamilie im Fluss
Happy-End für die Schwanenfamilie, die jetzt wieder vereint ist. © Insa Tiaden/nh

Eine dramatische Rettungsaktion von Schwanenküken fand kürzlich ein Happy End. Diese sind jetzt wieder mit ihren Eltern vereint.

Hann. Münden – Über Facebook hatte die Geschäftsfrau Evelin Schimek mitbekommen, dass sich seit Freitag Schwanenküken in dem Betonboot (Expo-Kunstwerk von Micha Ullmann) auf einer kleinen Insel in Nähe des Wasserkraftwerkes an der historischen Werrabrücke befinden. Wie es schien, waren sie dort gefangen, weil sie den glatten Rand nicht überwinden konnten. Elterntiere waren nicht in der Nähe.

Sie informierte die im Tierschutz engagierte Svenja Rudolph. Diese kam dann auch sofort mit ihrer Tochter, um den Schwanenküken zu helfen. Zuvor hielten sie noch mal Ausschau nach den Elterntieren, doch die waren weit und breit nicht zu sehen. So holte die Tochter die Küken aus dem Wasserbecken und legte sie in einen Karton, um sie zunächst ins Geschäft von Evelin Schimek zu bringen. Svenja Rudolph hatte bereits Kontakt zu Wildtierstationen aufgenommen. Da die jungen Schwäne sehr geschwächt waren, musste zunächst Futter rangeschafft werden, am Samstagmittag schwierig. Obwohl der Farmerstore schon geschlossen hatte, kam der Inhaber, um ein Spezialfutter auszuhändigen. Zunächst waren die Schwanenküken versorgt. Insa Tiaden, eine Mieterin von Evelin Schimek, ging am Samstagnachmittag noch einmal zu dem Betonboot, in der Hoffnung, die Elterntiere zu sichten, was dann auch geschah. Mit zwei weiteren Jungen hielten sie sich an der Fundstelle auf.

Schnell brachten die Frauen die Küken zurück in die Nähe der Eltern und wurden von diesen sofort wieder angenommen. „Wenn die Schwanenküken in dem Betonboot geblieben wären, wären sie ertrunken“, so Evelin Schimek. Da in der Anfangszeit bei Schwanenküken noch keine ausreichende Fettung des Daunenkleides vorhanden ist, können sie ertrinken. Im Laufe der Zeit bekommen die Jungen über den Kontakt mit dem Gefieder der Mutter die nötige Fettung.

Doch für die Schwanenretterinnen ging es am Montag weiter. Schimek rief beim Wasser- und Schifffahrtsamt an, um für die Zukunft so ein Drama zu vermeiden. „Die Mitarbeiterinnen der Außenstelle waren sehr kooperativ und versprachen zu helfen“, berichtet die Geschäftsfrau. Julia Bytom, Pressesprecherin der Stadt, setzte sich dann mit Evelin Schimek in Verbindung und teilte mit, dass Mitarbeiter der Kommunalen Dienste Münden einen Ausstieg im „Boot“ installiert haben. (Petra Siebert)

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