Schwergutterminal: Gutachten kommt im Mai

So könnte das Schwergutterminal aussehen: Die Projektskizze zeigt die Montagehalle und vorn den integrierten Kran. Das Grundstück gehört der Stadt, es grenzt an das Zentralklärwerk. Repro: WWS/nh

Hann. Münden. Noch ist unklar, ob das Areal im Mündener Weserpark für ein Schwergutterminal geeignet ist. Experten erarbeiten derzeit ein Gutachten, das im Mai vorliegen soll.

Schritt weiter zum möglichen Bau eines Schwergutterminals in Hann.Münden: Das hydraulische Gutachten für das städtische Weserparkgelände unterhalb des Zentralklärwerks sei in Auftrag gegeben worden, informieren die Stadt Hann. Münden und die Weserumschlagstelle Hann. Münden Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH (WWS) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Wie berichtet, hatte der Leiter des Fachdienstes Stadtplanung der Stadtverwaltung, Siegfried Pflum, zuvor die von der WWS eingeholten Angebote für ein Gutachten geprüft. Im Mai wird mit dem Vorliegen der Expertise gerechnet, alle Beteiligten hoffen auf ein positives Ergebnis, das Voraussetzung wäre für den Bau eines Terminals an diesem Standort an der Weser.

In den kommenden Wochen sollen nach Angaben von Stadt und WWS nun der Flächennutzungsplan angepasst und ein projektbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Das Vorhaben Schwergutterminal werde von der WWS - Geschätsführer Rolf Bilstein und Wirtschaftsförderer Florian Wieske - koordiniert, heißt es weiter in der Presseerklärung.

Montagehalle mit Kran 

180 Meter lang, 15 Meter hoch und 30 Meter breit soll die Montagehalle mit integriertem Kran werden. Hierfür wollen sich die beteiligten Akteure auch für Fördergeld stark machen. Das Land Niedersachsen hatte positive Signale gegeben, der Mündener Landtagsabgeordnete Ronald Schminke hatte sich bei der Landesregierung für das Projekt eingesetzt.

Bilstein: „Die überregionale Zusammenarbeit mit Unternehmen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Interessenverbänden wie der Interessengemeinschaft Oberweser für das Projekt hat uns bereits viele Türen geöffnet. So hat beispielsweise das Bundesverkehrsministerium die Instandhaltung der Oberweser für die nächsten 20 Jahre schriftlich zugesichert.“

Wie der Geschäftsführer weiter erläutert, sei die WWS derzeit im intensiven Dialog mit einem vielversprechenden Investor für den Bau und den Betrieb des Terminals. Der Investor sei über die Gegebenheiten der Oberweser informiert, unter anderem sehe er die eingeschränkte Schiffbarkeit nicht als Hindernis. Schätzungen zufolge beläuft sich die Investition auf etwa acht Millionen bis zehn Millionen Euro.

Ein Investorengespräch zusammen mit Bürgermeister Harald Wegener und Stadtplaner Siegfried Pflum werde von der WWS für Ende März vorbereitet.

Bürgermeister Wegener: „Die langfristige Errichtung eines Schwergutterminals ist für Hann. Münden ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem etablierten Logistikstandort im Bereich Schwergüter. Wir wollen hiermit die Attraktivität Hann. Mündens für Unternehmen steigern.“ (kri)

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