Gesundheitsdienste

Service-Paket für Ältere ist geschnürt

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Kooperationsvereinbarung: Jörg Wieland, Geschäftsführer des Bauvereins Münden (links), und Andreas Przykopanski, Geschäftsführer AWO GSD Betreuung, unterzeichnen die Vereinbarung zur Zusammenarbeit, hier mit (hinten von links) Sabine Dzukowski, Vorstand Bauverein, Monika Riemann, Leitende Pflegefachkraft Ambulanter Pflegedienst Hann. Münden der AWO GSD, Susann Lambrecht, Ressortleiterin Pflege der AWO GSD, und Andreas Balster, Geschäftsführer Gesundheitsdienste Präventions- und Rehabilitationsgesellschaft mbH.

Hann. Münden. Ein Dienstleistungspaket, das es älteren Menschen ermöglicht, möglichst lange und selbstständig in ihren eigenen vier Wänden leben zu können, haben am Donnerstag die Gesundheitsdienste der Arbeiterwohlfahrt (AWO GSD) und der Mündener Bauverein geschnürt.

Sie vereinbarten eine Zusammenarbeit, die Beratung, Pflege und Hilfe im Alltag direkt zu den Menschen bringt.

In den rund 1000 Wohnungen des Bauvereins in Hann. Münden und Dransfeld und nicht zuletzt in der Senioren-Wohnanlage am Kronenturm und im Seniorenpark am Vogelsang leben ältere Menschen, die Bedarf an Gesundheits-Dienstleistungen haben. Warum also nicht die Dienstleistungen vor Ort anbieten, so Andreas Przykopanski, Geschäftsführer AWO GSD Betreuung gGmbH.

Günstigerer Tarif 

Die AWO GSD bieten einen Hausnotruf, der für Bauvereinsmieter und -mitglieder zu einem günstigeren Tarif angeboten werden kann. Und sie beraten beispielsweise, wenn es darum geht, die Wohnung altengerecht anzupassen, ergänzt Jörg Wieland, Geschäftsführer des Bauvereins. Der Bauverein setzt die Anpassung um. Schon jetzt habe der Bauverein rund zehn solcher Umbaumaßnahmen pro Jahr.

90 Prozent aller Menschen wollen auch im Alter noch selbstständig wohnen und nicht in einer Institution, so Susann Lambrecht, Ressortleiterin Pflege der AWO GSD. Bei einer immer älteren werdenden Bevölkerung wäre es auch gar nicht finanzierbar, für alle Plätze in Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Die Kooperation stärke den ambulanten Sektor, so Sabine Dzukowski vom Bauvereins-Vorstand, und der werde immer wichtiger.

Der ambulante Pflegedienst Hann. Münden biete Beratung für Angehörige und Betroffene an, führt Monika Riemann aus, Leitende Pflegefachkraft, etwa wenn es darum geht, welche Leistungen von Pflegeversicherung oder Krankenkasse übernommen werden. Es sei ein Vorteil, dazu die Räume des Bauvereins nutzen zu können, denn vor Ort seien die Leute viel offener und kämen auch eher. Von der hauswirtschaftlichen Hilfe bis zur Betreuung Demenzkranker reicht das Hilfe-Spektrum. Und auch Schwerkranken soll es ermöglicht werden, Zuhause zu bleiben und zu sterben durch einen ambulanten Palliativ-Pflegedienst, ergänzt Przykopanski.

Eine enge Verzahnung mit der Palliativstation wäre gegeben, was für alle die Situation vereinfacht, wenn der Kranke doch eine Zeit auf der Station verbringen muss.

Plus an Lebensqualität 

In der eigenen Wohnung bleiben zu können, sei ein Plus an Lebensqualität, so Andreas Balster, Geschäftsführer der Gesundheitsdienste Präventions- und Rehabilitationsgesellschaft mbH.

Als eine Komponente dazu nennt er, die Beweglichkeit zu erhalten.

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