Vier Generationen Feuerwehr

Simon Kühne ist neuer Ortsbrandmeister von Löwenhagen

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Verbunden durch ihr Hobby: Sascha Bete (links, Digitalisierungsbeauftragter), Werner Bete (ehemals Hauptlöschmeister), Linda Kühne, geborene Bete (Kinderfeuerwehrbetreuerin), Frank Bete (ehemaliger Ortsbrandmeister), Lukas Kühne (Kinderfeuerwehr) und Simon Kühne (neuer Ortsbrandmeister).

Löwenhagen hat einen neuen Ortsbrandmeister. Frank Bete hat seinen Posten niedergelegt. Sein Schwiegersohn Simon Kühne ist nun Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr.

Löwenhagen – Löwenhagen hat einen neuen Ortsbrandmeister. Nach 18 Jahren hat Frank Bete seinen Posten niedergelegt, um den Weg für eine neue Generation frei zu machen. Doch das Ehrenamt bleibt nach der Wahl in der Familie. Sein Schwiegersohn Simon Kühne ist nun Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr.

Der 41-jährige Kühne trat 2003 als Quereinsteiger ein. „Weil ich mit der Tochter des Ortsbrandmeisters zusammen war“, sagt der Industriekaufmann und die anwesende Familie lacht. Sonst hätten seine Chancen wohl schlecht ausgesehen, sagt er.

Neuer Ortsbrandmeister in Löwenhagen ist Judo-Trainer beim Dransfelder SC

Bis heute ist Kühne Judo-Trainer für den Dransfelder SC. Doch er habe auch schnell Spaß an der Feuerwehr gefunden und an Wettkämpfen und Fortbildungen teilgenommen – auf Atemschutz-, Maschinist- und Funklehrgang folgten die Lehrgänge zum Trupp- und Gruppenführer. Später habe er die Gestaltung der Dienstabende übernommen.

An der Feuerwehr gefalle ihm zum einen die technische Arbeit und zum anderen die Teilhabe am Ortsgeschehen und etwas für das Dorfleben organisieren zu können. Nachdem er 2017 stellvertretender Ortsbrandmeister von Frank Bete wurde, sei das neue Amt nun die nächste logische Konsequenz für ihn gewesen.

Bete begann seine Feuerwehr-Karriere als Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr

Sein Vorgänger Frank Bete ist Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr, in die er 1975 eintrat. „Das war damals etwas Besonderes“, erinnert sich Bete an sein 14-Jähriges Ich zurück. Er habe sich über die Uniform gefreut, alle seine Freunde seien in der Feuerwehr gewesen. Gemeinsam hätten sie die Zeltplätze in der Jugendfreizeit in Potzwenden aufgebaut und an ersten Wettkämpfen teilgenommen.

Die Kameradschaft und die Möglichkeit, Menschen in Not zu helfen, gefielen ihm an der Wehr. 1978 trat er dann in den aktiven Dienst ein und wurde 1995 stellvertretender Ortsbrandmeister. Von 2002 bis 2020 war er Ortsbrandmeister. Aus dieser Zeit blieben ihm besonders der Waldbrand bei Löwenhagen 1998 in Erinnerung, das Feuer in der Autowerkstatt in Imbsen 2008 sowie das Feuer in Löwenhagen im Februar dieses Jahres.

„Das war das größte Feuer in der Geschichte Löwenhagens“, sagt der 58-Jährige, der den Einsatz geleitet hat. Während Betes Amtszeit wurde auch das Feuerwehrgerätehaus umgebaut und ein neues Fahrzeug sowie eine Tragkraftspritze angeschafft. Nun sei es Zeit für eine jüngere Generation an der Spitze, sagt Bete. Denn auch technisch habe sich viel verändert. Der aktiven Wehr bleibt er weiterhin erhalten.

Hobby für die ganze Familie: Über vier Generationen bei der Feuerwehr Löwenhagen

Nun ist sein Schwiegersohn Ortsbrandmeister. Und auch der Enkel geht schon in die Kinderfeuerwehr, unter Anleitung der Mutter Linda Kühne. So teilt sich die Familie ein gemeinsames Hobby.

Auch der Sohn Sascha Bete ist in der aktiven Wehr, und schon der Vater Werner Bete trat 1956 ein. Zu seiner Zeit habe Löwenhagen vier Mal die Bezirkswettkämpfe im alten Landkreis Münden gewonnen, erinnert sich der heute 80-Jährige. Simon Kühne hat sich für seine Amtszeit ein Ziel gesetzt: „Ich will eine einsatzbereite Feuerwehr auf Ortsebene stellen.“

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