Protest gegen Klimawandel

Hann. Münden: Sitzblockade behindert Straßenverkehr im Kreis Göttingen

Aktivistin Karin Gobrecht hat Angst, dass es in zehn Jahren wegen der Klimakrise keinen Wald mehr gibt.
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Aktivistin Karin Gobrecht hat Angst, dass es in zehn Jahren wegen der Klimakrise keinen Wald mehr gibt.

Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion haben am Samstag bei einer Protestaktion Straßen und Plätze in Hann. Münden blockiert.

Hann. Münden – Die Gruppe beteiligte sich dabei an der bundesweiten Aktion „Rebellion of One“ (Rebellion der Einzelnen). An der Rotunde, der Marktstraße und der Ziegelstraße setzten sich die Aktivisten allein auf die Straße, um den Straßenverkehr teilweise zum Erliegen zu bringen, und Passanten auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.

Viele Autofahrer fuhren vorsichtig um die „Setzlinge“ herum, Passanten beobachteten das Geschehen und es entstanden Diskussionen. Die drei Frauen trugen Plakate auf denen sie sich zu ihren Ängsten bekannten. „Ich habe Angst“, dass wir in zehn Jahren keinen Wald mehr haben“, war auf dem Schild von Karin Gobrecht zu lesen. Sie sagte, dass es schon große Überwindung koste, sich alleine auf die Straße zu setzen.

„Ziel dieser Protestaktion zivilen Ungehorsams ist es, coronakonform, alleine und dennoch zusammen auszudrücken, dass die Klimakrise ein Notfall ist, der nicht weiter ignoriert werden darf“, sagte dazu Silke Kahler von Extinction Rebellion. Die Teilnehmenden hätten diese drastische Protestform gewählt, um so ihre Angst vor den Folgen einer ungebremsten Klimakrise auszudrücken. (Petra Siebert)

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