Gastronomie und Kultur wollen Getestete nicht ausschließen

Skepsis über 2G in Hann. Münden

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Nur noch Geimpfte und Genesene? Hessen stellt 2G in Aussicht.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellt Gastronomen und Veranstaltern das Corona-2G-Modell in Aussicht. Im niedersächsischen Hann. Münden stößt 2G noch auf Skepsis.

Altkreis Münden – In Niedersachsen können die Veranstalter und Gastronomen im Rahmen ihres Hausrechts 2G umsetzen. Hier sind aber laut Verordnung keine Lockerungen vorgesehen, nur in Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars entfällt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Guido Einecke, Erster Vorsitzender des DEHOGA-Kreisverbandes Hann. Münden, hält derzeit nicht viel von der 2G-Regelung: „Ich fürchte, eine solche Regelung könnte als diskriminierend wahrgenommen werden“, so Einecke.

Es gebe beispielsweise immer noch Menschen, die sich nicht impfen lassen können, etwa Kinder und Jugendliche unter zwölf Jahren oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen.

Problematisch sei eine 2G-Regelung auch für noch nicht geimpfte Mitarbeiter in der Gastronomie. Er hoffe, dass die Inzidenzzahlen in Niedersachsen wieder sinken. Brunhilde Ulbricht vom Mündener Kulturring zieht momentan ebenfalls noch die 3G-Regelung vor. „Solange die Möglichkeit in Hann. Münden besteht, sich kostenlos testen zu lassen, halte ich das für sinnvoll“, sagt sie.

Sie sieht ebenfalls das Problem, dass bei einer 2G-Regelung beispielsweise Kinder und Jugendliche noch von Veranstaltungen ausgeschlossen würden.

„Wir haben uns die 3G-Regel selbst gesetzt, als sie noch gar nicht erforderlich war und haben damit gute Erfahrungen gemacht, auch was das Sicherheitsgefühl für die Teilnehmer angeht“, betont Ulbricht. Tests böten zwar nicht eine hundert prozentige, aber dennoch eine sehr hohe Sicherheit.

Sollten allerdings kostenlose Tests nicht mehr angeboten werden, halte sie es aus Sicherheitsgründen für angebracht, nur noch Geimpfte und Genese zu Veranstaltungen zuzulassen. tsz/ali/rom Foto: Ulbricht/nh

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