Förderverein teilt mit

So steht’s um den Hagelturm in Hann. Münden: Es stockt noch bei den Sicherheitseinrichtungen

Der Fährenpfortenturm (Hagelturm) an der Fulda in Hann. Münden zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Er ist etwa 40 Meter hoch und wurde zum ersten Mal 1410 urkundlich erwähnt.
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Soll nach einer Sanierung für Besucher öffnen: der Fährenpfortenturm („Hagelturm“) an der Fulda. (Archivfoto)

Ein Mündener Wahrzeichen soll wieder begehbar gemacht werden: Der Hagelturm an der Fulda. Doch die Arbeiten stocken. Der Förderverein berichtet über den Fortschritt.

Hann. Münden – Der Förderverein Mündener Altstadt arbeitet weiter daran, den Fährenpfortenturm („Hagelturm“) an der Fulda wieder für Besucher zugänglich zu machen. Das teilte der Erste Vorsitzende des Vereins, Matthias Böhling, gegenüber unserer Zeitung mit. Das Projekt beschäftige den Verein bereits seit 2018, so Böhling.

Förderverein zum Hagelturm in Hann. Münden: Sicherheitsaspekte müssen geklärt werden

Aktuell seien noch sicherheitsrelevante Aspekte zu klären: Neben einem Geländer zur Absturzsicherung betreffe dies insbesondere Feuerschutztüren. Für die Feuerschutztüren seien bereits Angebote eingeholt worden, bislang habe aber noch keine Auftragsvergabe stattgefunden, sagt Böhling. Bei der Absturzsicherung warte man noch auf Angebote.

Es sei aktuell nicht ganz leicht, passende Unternehmen für die noch erforderlichen Sanierungsarbeiten zu finden. Eigentlich habe man den 5. Dezember als Termin für eine Wiedereröffnung ins Auge gefasst. Ob dieser zu halten sei, sei aber unklar.

Sehr gut unterstützt werde der Verein von der Stadt Hann. Münden und von der Verwaltung, betonen die Mitglieder des Fördervereins Mündener Altstadt. „Die Stadt unterstützt uns in allen Belangen sehr gut. Sowohl unser Denkmalpfleger und als auch der Bürgermeister kümmern sich regelmäßig“, lobt Matthias Böhling.

Zum ersten Mal 1410 urkundlich in Hann. Münden erwähnt

Der Fährenpfortenturm in Hann. Münden bleibt vorerst geschlossen. Gründe für die Schließung waren damals unter anderem eine Halmfliegen-Invasion und die erwähnten Nacharbeiten an der Sicherheit für die Besucher, die noch nicht abgeschlossen sind.

Der etwa 40 Meter hohe Fährenpfortenturm wurde 1410 erstmals urkundlich erwähnt. Der heute bekanntere Name Hagelturm oder auch Natermannturm rührt daher, dass das Unternehmen Haendler & Natermann dort früher Blei-Schrotkugeln im Turmgießverfahren herstellte. In dem Turm befindet sich auch das Museum der Arbeit, das ebenfalls seit Längerem geschlossen ist. Der Fährenpfortenturm ist ein Bestandteil der einstigen Stadtsicherungsanlagen aus dem späten Mittelalter.

Zur Weihnachtszeit verwandelt sich der Hagelturm in eine große Adventskerze. (Archiv)

In der Weihnachtszeit ist der Turm schon von Weitem zu erkennen: Dann wird der Hagelturm rot angestrahlt und erhält eine gelbe Flamme auf der Spitze des Turmes, sodass dieser wie eine überdimensionale Adventskerze aussieht. (Von Thomas Schlenz)

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