Juni mit Temperaturen über 30 Grad

Sommer startet warm und nass: Erste Juliwoche hochsommerlich

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Unwetter beenden die heiße Phase: Das führte wie hier in Dankelshausen zu überfluteten Straßen. 

Altkreis Münden. Mit einer Mitteltemperatur von 17,3 Grad Celsius fiel der Juni um 1,4 Grad wärmer aus als der durchschnittliche Junimonat der vergangenen zehn Jahre.

Er war damit nach 2003 (18,6 Grad) der zweitwärmste Monat seit Aufbau der Wetterstation in Staufenberg-Landwehrhagen im März 1997. Er liegt damit aber auf dem Niveau der Junimonate der Jahre 2007 (17,2 Grad) und 2016 (17,1 Grad).

In den ersten drei Tagen setzte sich die im Mai begonnene sommerliche Witterung fort, allerdings wurde die Luftmasse zunehmend feuchter, und am 2. Juni kam es zu ersten Gewittern. Diese verstärkten sich am 3. und es kam an der Station zu Sturmböen und Starkniederschlägen, die zu Überschwemmungen führten.

Anhaltende Regenfälle

In der Nacht zum 4. überquerte eine Kaltfront mit anhaltenden Regenfällen unsere Region, sodass es zum Messzeitpunkt für den 24-stündigen Tagesniederschlag (7 Uhr morgens für den Vortag) mit 45,5 Litern je Quadratmeter (qm) einen neuen Monatsrekord seit Aufbau der Station gab.

Bis zum 9. schloss sich eine kühle und wechselhafte Witterungsphase an, vom 9. bis 11. wurde es wieder sommerlich. Bis zum 17. wechselten sich kühle und sommerliche Tage ab, dabei blieb es aber weitgehend niederschlagsfrei, nur am 15. kam es zu Gewittern. Vom 18. bis 22. gelangte sehr warme Luft in unsere Region – es wurde hochsommerlich heiß. Gleich an drei Tagen stieg die Temperatur über die 30 Grad-Marke, das absolute Monatsmaximum vom 19. Juni 2013 mit 35,2 Grad wurde mit 31,9 Grad aber verfehlt.

Gewitter beenden Hitze

Diese heiße Phase wurde wiederum von Gewittern beendet, allerdings waren sie an der Station eher schwach ausgeprägt. Bis zum Monatsende kühlte es merklich ab, es blieb aber mäßig warm und feuchter, am 29. kam es erneut zu gewittrigen Starkniederschlägen.

Mit 98,1 Litern je qm war der Juni seit fast einem Jahr wieder ein Monat, der zu feucht war. Die Niederschlagssumme beträgt 140 Prozent des Durchschnittswertes, der Juni gehört ohnehin zu den feuchtesten Monaten. Sehr auffällig ist die Verteilung der Niederschläge: So fielen an drei Tagen (3., 28. und 29.) 81 Prozent der gesamten Monatssumme, von einem „verregneten“ Juni kann daher keine Rede sein. Die Sonne schien mit 198 Stunden etwa zehn Stunden mehr als üblich. (zkn)

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