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Sonderausstellung zu Brot in Hann. Münden: Klang aus alten Maschinen

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Von: Bettina Wienecke

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Die Witwe-Bolte-Kugelbahn hat Reinhold Wittig  selbst entworfen und gebaut.
Die Witwe-Bolte-Kugelbahn hat Reinhold Wittig selbst entworfen und gebaut. © Privat

Eine Ausstellung im Welfenschloss in Hann. Münden lädt zum Mitmachen ein. Dort ist die Wanderausstellung „BrotZeit“ zu Gast. Zu sehen gibt es auch die Witwe-Bolte-Kugelbahn.

Hann. Münden – Besonders schön an der neuen Sonderausstellung im Städtischen Museum im Welfenschloss in Hann. Münden ist, dass die Besucher mitmachen können.

Hann. Münden: BrotZeit-Ausstellung im Welfenschloss

Der Sammler Reinhold Wittig (85) aus Göttingen, der auch als Künstler und Erfinder tätig ist, hat für die Schau „BrotZeit: Brotschneider, Brotesser & Brotbewahrer“ eigens eine raffinierte Maschine gebaut.

Die Witwe-Bolte-Kugelbahn bei der Ausstellung BrotZeit in Hann. Münden
Marke Eigenbau: Die Witwe-Bolte-Kugelbahn von Reinhold Wittig kann von Besuchern im Museum bedient werden. Die Kugeln erzeugen einen besonderen Klang. © Privat

Die Witwe-Bolte-Kugelbahn, benannt nach der bekannten Figur des Dichters und Zeichners Wilhelm Busch aus „Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen“ von 1865, besteht aus historischen Küchengeräten aus Gusseisen, aus Fleischwölfen des Alexanderwerks. Die Gießerei aus Remscheid wurde 1885 durch die Produktion des Fleischwolfes erfolgreich, 1899 galt sie als „Alexanderwerk AG“ als Global Player, als international führendes Unternehmen für Küchenmaschinen wie Brotschneider, heißt es im Begleittext zur Ausstellung des Landschaftsverbands Südniedersachsen und des Europäischen Brotmuseums Ebergötzen.

„Meine Konstruktion macht nicht nur Spaß, sie erzeugt auch durch einen sehr schönen Klang“, sagt Reinhold Wittig über die Kugelbahn, für die verschiedenfarbige Kugeln in unterschiedlichen Größen zur Verfügung stehen. Der Sammler und Künstler ist vielseitig: Er ist von Beruf Puppenspieler, Geologe und Erfinder (Autor) von Gesellschaftsspielen.

Hann. Münden: Objektkunst vom Schrottplatz

Die Sonderausstellung basiert auf der Sammlung von Brotmaschinen von Reinhold Wittig und seiner Objektkunst, für die er alte Maschinen verwendet. „Ich schaue regelmäßig nach Teilen auf dem Schrottplatz“, berichtet er.

Öffnungszeiten

Das Städtische Museum im Welfenschloss, Schlossplatz 5, in Hann. Münden, Tel. 0 55 41/75 202 und 75 348, öffnet im April mittwochs bis sonntags von 13 bis 16 Uhr (ab Mai bereits ab 11 Uhr). Die Sonderausstellung ist noch bis Sonntag, 26. Juni 2022, zu sehen. Das Museum wird an den Feiertagen Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag, am 1. Mai, sowie Pfingstsonntag und Pfingstmontag geöffnet. Der Eintritt für Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr ist frei, darüber kostet er 1,50 Euro, ab 18 Jahren beträgt der Eintritt 3,50 Euro, die Familienkarte kostet 8 Euro. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Bedingungen.

Ergänzt wird die Schau von Nahaufnahmen der Fotografin Jana Berten. Eine charmante Sammlung von bemalten Frühstücksbrettchen aus Porzellan und einige Exponate aus dem Städtischen Museum Hann. Münden sind ebenfalls zu sehen.

„Brot ist ein Grundnahrungsmittel in Europa. In den letzten 200 Jahren änderten sich Lebensbedingungen radikal – und damit auch die Art, Brot zu schneiden, zu essen und aufzubewahren. Neuartige Brotmaschinen, Brettchen, Dosen und Kasten eroberten die Haushalte. Bei ihrer Herstellung spielte die Funktionalität, aber auch die Ästhetik eine entscheidende Rolle“, heißt es zu der neuen Sonderschau im Museum. (Bettina Wienecke)

Bei der Ausstellungseröffnung gab es eine Versteigerung, die ein Mädchen glücklich machte.

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