Werkleitung und Betriebsrat einigen sich

Sozialplan für alle 157 Beschäftigten des Mündener Eaton-Werks

Hann.Münden. In der letzten Märzwoche haben Werkleitung und Betriebsrat des Werks Eaton Germany GmbH in Hann. Münden einen Interessenausgleich und einen Sozialplan vereinbart. Das teilte Betriebsratsvorsitzender Rudi Benkelberg mit.

Eaton hatte vor sechs Monaten beschlossen, das Mündener Werk zu schließen und die Produktion in die Türkei zu verlagern. Die Belegschaft produziert Hydraulikschläuche, unter anderem für Minenbagger und Baumaschinen. In der ersten Phase werden zum 31. Mai 80 der 157 Mitarbeiter entlassen. Der Betriebsrat habe nach harter Auseinandersetzung einen „gut ausgestatteten Sozialplan“ durchgesetzt. Neben einem „überdurchschnittlichen finanziellen Ausgleich“ für den Arbeitsplatzverlust werde eine Transfergesellschaft beauftragt, die Mitarbeiter bis zu zwölf Monate bei der Suche nach einem neuen Job zu begleiten.

Der Betriebsrat habe in elf Verhandlungstagen mit der Werkleitung erreicht, dass der Sozialplan für alle 157 Beschäftigten gilt. Benkelberg: „Das ist genau das, was der Betriebsrat von Anfang an wollte.“ Betriebsrat und Beschäftigte seien vom Bezirksleiter der Gewerkschaft Bergbau Chemie, Energie, Peter Winkelmann, und vom Landtagsabgeordneten Ronald Schminke (SPD) sehr gut unterstützt worden. Die Belegschaft habe dem Betriebsrat den Rücken gestärkt. Werkleiter Jochen Schramm sprach von einem für beide Seiten akzeptablen Ergebnis. Mit dem jetzt geschnürten Paket wolle Eaton allen betroffenen Mitarbeitern den Weg in ein neues Arbeitsverhältnis erleichtern und für eine eventuelle Übergangszeit die finanziellen Nachteile mildern. Der Sozialplan gelte auch für die 2. Phase des Arbeitsplatzabbaus, die zur Zeit noch nicht terminiert werden kann.

Eaton hatte die Schließung damit begründet, dass mit der Bündelung der Produktion im Werk in der Türkei eine bessere Nutzung von Kapazitäten erwartet wird.

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